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„Stettin“-Unfall: Skipper fordern strengere Regeln für Sail

Rostock „Stettin“-Unfall: Skipper fordern strengere Regeln für Sail

Eine Woche nach dem Unglück auf der Hanse Sail reißt die Debatte um die Sicherheit beim größten Segelfest des Landes nicht ab: Erste Skipper fordern nun neue Verhaltensregeln auf dem Wasser. Die „Stettin“ indes soll heute nach Hamburg auslaufen.

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Quelle: Steinke, Kay

Rostock. Als am vergangenen Sonnabend die ersten Nachrichten von einem schweren Schiffsunglück auf der Rostocker Hanse Sail die Runde machen, ist Gerd Simonn wenig überrascht: „Dass es die ,Stettin’ treffen wird – das habe er natürlich nicht geahnt. Doch dass es irgendwann krachen wird auf der Sail – das war nur eine Frage der Zeit“, sagt der Kapitän des Traditionsseglers „Santa Barbara Anna“. Schon seit Jahren komme es immer wieder Beinahe-Kollissionen beim größten Segelfest des Landes. „Die kritischen Situationen häufen sich“, so Simonn. Auch die Wasserschutzpolizei spricht von „zu viel Wildwest auf dem Wasser“. Simonn fordert nun einen „runden Tisch“ für mehr Sicherheit auf See – und strengere Regeln für die Sail.

Robert Stahlberg, Sprecher der Landeswasserschutzpolizei, begrüßt die Initiative der „Santa Barbara Anna“-Crew: Zwar liege die Zahl der Unglücke auf der Sail in den vergangenen Jahren „im einstelligen Bereich“, Handlungsbedarf sehen die Ordnungshüter aber dennoch: „Das Fahrwasser ist sehr eng, die Berufsschifffahrt legt für die Sail keine Pause ein und auf dem Fluss ist jede Menge los.“ Allzu oft finde „Wildwest auf der Warnow“ statt. „Aus unserer Sicht ist die Sail dennoch sicher – auch auf See.“ Das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund (WSA), zuständig für die Warnow, macht Simonn hingegen noch keine klare Zusage: „Wir müssen erstmal die Ereignisse der Sail 2017 auswerten. Klar ist schon jetzt, dass da viele Dinge passiert sind, die so nicht passieren dürfen und die wir nicht hinnehmen können“, sagt Jan Schulze, der stellvertretende Leiter des WSA.

Bei Holger Bellgardt, dem Chef der Sail, sind bisher noch keine Klagen wie die von Skipper Simonn aufgelaufen: „Wir haben alle Vorkehrungen für einen sicheren Ablauf auch auf dem Wasser getroffen, befassen uns jedes Jahr wieder mit dem Thema.“

Andreas Meyer

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