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„Stinktier“ attackiert öffentliche Stellen

Swinemünde „Stinktier“ attackiert öffentliche Stellen

Polizei fahndet nach Unbekanntem, der in Restaurants und Wechselstuben übel riechende Substanz verbreitet

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Spray zum Abschrecken von Wildschweinen, das von der Stadtverwaltung an Swinemünder verteilt wird, ist geruchsarm.

Quelle: UMS

Swinemünde. Swinemünder Unternehmer sind von heller Furcht ergriffen. Ein Mann kommt in Wechselstuben und gastronomische Einrichtungen und verteilt unbemerkt eine enorm stinkende Substanz. Der Unbekannte ist meist nachts aktiv, aber er schlägt auch am Tag zu. Der Gestank der Substanz ist so stark, dass es notwendig ist, alles zu waschen und Räume lange zu lüften.

Die sich in der Nähe befindenden Personen klagen über Übelkeit und Kopfschmerzen. Der Fall wird bereits von der Polizei untersucht. Der Mann erhielt den Spitznamen „Stinktier“. Im Moment ist er noch flüchtig.

Die Straftaten wurden berüchtigt, nachdem ein Inhaber einer Wechselstube am Koscielny-Platz ein Video von einer Überwachungskamera in einem Informationsportal veröffentlicht hatte. Es zeigt, wie ein unbekannter Mann mit Sonnenbrille in einem Lokal eine stinkende Substanz mit einer Spritze versprüht und dann ruhig weggeht. Der Wechselstubenbesitzer veröffentlichte das Video im Internet und bot eine Belohnung für Hilfe bei der Festnahme des Täters an. Leider ohne Erfolg. Zu ähnlichen Attacken kam es in den letzten Wochen an der Konstytucji 3 Maja Straße. Geschädigt könnten insgesamt mehr als ein Dutzend Unternehmer sein. Die Swinemünder Polizei bestätigte, dass sie bisher nur eine Anzeige vom Lokalinhaber erhalten hat.

„Wir führen ein Verfahren in diesem Fall und haben eine Aufnahme aus der Überwachungskamera. Sie wird von uns analysiert“, sagt Beata Olszewska, eine Pressesprecherin der Polizei in Swinemünde.

Unternehmer, deren Lokale vom „Stinktier“ angegriffen worden sind, wollen den Fall öffentlich nicht allzu hoch hängen, weil sie Angst haben, dass die Situation sich wiederholen kann, und sie womöglich Kunden verlieren könnten. Deshalb haben sich wohl auch nicht alle bei der Polizei gemeldet. In den Swinemünder Medien tauchte jetzt die Vermutung auf, dass die stinkende Substanz ein Abschreckungsmittel gegen wilde Tiere, unter dem Namen Hukinol, ist. Sein Geruch ist sehr scharf und unangenehm. Es ist leicht über das Internet zugänglich. Der Vorsitzende des Jagdvereins „Dzik“, Zbigniew Kimel, ist jedoch anderer Ansicht. Er behauptet, dass der Täter eine andere Substanz verwendet.

„Es ist sicherlich nicht Hukinol. Diese Substanz hat einen ganz anderen Geruch. Es ähnelt eher menschlichem Schweiß. Der Täter verwendet auch kein Spray gegen Wildschweine, das vom Stadtamt verteilt wird. Er ist geruchlos und hat eine ganz andere Wirkung“, sagt Zbigniew Kimel.

Eine Hypothese geht davon aus, dass der Täter Buttersäure verwenden könnte. Bei Raumtemperatur ist sie in Form einer öligen, farblosen Flüssigkeit. In höherer Konzentration hat sie einen nicht ertragbaren Geruch von ranzigem Fett.

Die Unternehmer hoffen nunmehr, dass die Swinemünder Polizei das „Stinktier“ schnell fangen wird, damit die Geschäftsleute ihrem Job wieder ruhiger nachgehen können. Die Polizei kündigte an, den Fall innerhalb eines Monats aufklären zu wollen. Inoffiziell heißt es, dass der Täter auf dem aufgezeichneten Video erkannt wurde, und seine Festnahme nur eine Frage der Zeit ist. Motive für das Handeln des „Stinktieres“ sind noch nicht bekannt. Anfangs hieß es, dass es sich um Rache oder Konkurrenzausschaltung handeln könnte. Als es mehrere Opfer wurden, konnte man Meinungen derart hören, dass der Täter es aus Spaß machen könne.

Radek Jagielski

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