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Stranddieb muss für sechs Monate ins Gefängnis

Zinnowitz Stranddieb muss für sechs Monate ins Gefängnis

Berliner war im Sommer 2016 bei Raubzug am Meer erwischt worden

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Auch am Strand sind die Langfinger unterwegs. Nun wurde ein Berliner verurteilt, der im Juli 2016 einem Wolfsburger die Tasche klaute.

Quelle: Foto: Archiv

Zinnowitz. Ein 39 Jahre alter Berliner wurde vor dem Amtsgericht Greifswald zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt. Sein Vergehen: Im Juli vergangenen Jahres stahl er einem Urlauber aus Wolfsburg am Strand von Zinnowitz die Tasche. Ein aufmerksamer Rettungsschwimmer, der eigentlich als Bundespolizist arbeitet, sah den Mann bei seiner Tat und stellte ihn zur Rede. Zu seinem Diebesgut gehörten damals ein MP3-Player, Badehosen, ein Buch von Bertolt Brecht, eine Sonnenbrille und eine geringe Menge Bargeld. Zuvor klaute er in einem in der Nähe befindlichen Geschäft an der Zinnowitzer Promenade ein hochwertiges Kleid und Bikinis. Alles verstaute der Hauptstädter in einer schwarzen Strandtasche. Der Schaden beläuft sich laut Polizei auf 569 Euro. Noch am gleichen Tag konnte das Diebesgut dem Besitzer als auch dem Bekleidungsgeschäft wiedergegeben werden. Auch die damals 65-jährige Mutter des Angeklagten war in den Diebstahl verwickelt.

OZ-Bild

Berliner war im Sommer 2016 bei Raubzug am Meer erwischt worden

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Dass der Berliner zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, hängt mit seinem Vorstrafenregister zusammen. „Seit 2015 hatte er eine Bewährung. Er war unter anderem wegen Drogenhandels und Diebstahl verurteilt worden“, sagt Greifswalds Gerichtssprecher Andreas Hennig. Gegen das Urteil legte der Angeklagte gestern Berufung ein. Nun wandert der Fall vom Amtsgericht zum Landgericht nach Stralsund in die nächste Instanz. Auch seine an der Tat beteiligte Freundin wurde wegen Diebstahl und Hehlerei verurteilt. „Die 34-jährige Konditorin bekommt eine Geldstrafe von 110 Tagessätzen in Höhe von 20 Euro“, so Hennig.

Die Staatsanwaltschaft forderte vor der Urteilsverkündung für den Heizungsbauer eine Freiheitsstrafe von drei Monaten, für seine Freundin eine Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro. „Die Strafe war noch höher, als es die Staatsanwaltschaft forderte“, so Andreas Hennig. „Die Verteidigung wollte das Verfahren für den Angeklagten einstellen. Für die Frau forderten sie eine geringere Geldstrafe“, erklärt er.

Dass Urlauber am Strand von anderen Besuchern bestohlen werden, passiert laut Polizei relativ selten. Sprecher Axel Falkenberg rät grundsätzlich dazu, keine wertvollen Gegenstände mit an den Strand zu nehmen. „Das erzählen wir regelmäßig auf unseren Präventionsveranstaltungen. Hochwertiger Schmuck hat nun mal nichts am Strand zu suchen“, sagt Falkenberg. Es gab schon Berichte in der OZ, wonach Urlauber ihre hochwertigen Uhren am Strand verloren haben.

Hannes Ewert

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