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Streit um junge Flüchtlinge in Rostock eskaliert

Rostock Streit um junge Flüchtlinge in Rostock eskaliert

Seit zwei Abenden stehen sich in Groß Klein Rechte und Linke gegenüber. Grund dafür ist eine Unterkunft für junge Asylbewerber. Bisher blieb es größtenteils friedlich - auch, weil die Polizei mit einem massiven Aufgebot vor Ort ist.

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Etwa 120 Asylbefürworter demonstrierten gestern gegen rechten Gruppen, die in Groß Klein gegen eine Begegnungsstätte für junge Flüchtlinge hetzen.

Quelle: Andreas Meyer

Rostock. Seit Tagen hetzen rechte Gruppen in Rostock gegen eine Begegnungsstätte für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Groß Klein. Nun sind Personen aufgefallen, die sich vor dem Gebäude für die Flüchtlinge aufhalten. Der SPD-Landtagsabgeordnete Ralf Mucha (SPD) sieht darin eine Bürgerwehr: „Diese Neonazis schüren gezielt Angst mit falschen Aussagen.“ Am Donnerstag bereits standen sich nun erstmals 60 Anhänger der linken Szene und 40 Asyl-Gegner gegenüber. Freitagabend dann ein ähnliches Bild: Rund 120 Asyl-Befürworter zogen durch den Stadtteil und versammelten sich friedlich.

Polizisten trennten die Gruppen voneinander. Es blieb bei Rangeleien, gegen mehrere Rechte wird aber wegen des Grölens verfassungsfeindlicher Parolen ermittelt. Selbst erfahrene Polizisten sprechen aber hinter vorgehaltener Hand von einem „Pulverfass“, von einer explosiven Stimmung.

Wie angespannt die Situation aber weiterhin ist, beschreibt Torsten Sohn: „Die Geflüchteten und ihre Betreuer in Groß Klein haben aus Angst das Heim vorerst verlassen – zumindest für dieses Wochenende.“ Die Flüchtlingsinitiative „Rostock hilft“ fordert von den Sicherheitsbehörden in Rostock „einen effektiven Schutz aller Geflüchteten und das beherzte Eingreifen bei rassistischen Vorkommnissen“.

Andreas Meyer

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