Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° heiter

Navigation:
Taschendiebe: Mit fiesen Tricks ans kleine Geld

Rostock Taschendiebe: Mit fiesen Tricks ans kleine Geld

Erneut gab es in der Hansestadt zwei Fälle von Trickdiebstählen. Die Rostocker Polizei warnt
vor Maschen wie „Geldwechsel-Trick“ oder „Obdachlosen-Trick“.

Voriger Artikel
Einbrüche in Einfamilienhäuser
Nächster Artikel
Giftmüll an der Ostsee: Justiz ermittelt gegen 30-Jährigen

Trickdiebstähle sind nicht nur in Rostock, sondern in ganz Deutschland ein Problem. Häufig wird Bargeld oder das Smartphone aus der Handtasche geklaut. Gerade Offene Taschen sind willkommene Beute für Diebe (Szene gestellt).

Quelle: Ove Arscholl

Polizei Rostock warnt vor Trickdieben

Rostock. Gleich zwei Mal an einem Tag sind am Dienstag Trickdiebe in der Hansestadt gemeldet worden. Die Unbekannten haben ein Handy und mehrere Hundert Euro ergaunert. „Taschendiebstähle sind ein bundesweites Phänomen, aber sie werden auch in Rostock angewendet“, sagt Polizeisprecherin Yvonne Hanske. Das Repertoire sei umfangreich und immer wieder werden neue Tricks bekannt.

So überrumpelte ein Unbekannter am Dienstag gegen 13.15 Uhr eine Frau in der Südstadt mit dem  „Geldwechsel-Trick“. Auf dem Parkplatz eines Einkaufscenters hielt er eine Zwei-Euro-Münze in der Hand und fragte nach Wechselgeld für den Einkaufswagen. Als die 63-Jährige ihr Portemonnaie öffnete, rempelte der Mann sie an und erklärte, dass sie doch genug Kleingeld hätte. Dann ließ er die Frau einfach stehen. Dass ihr bei der Aktion mehrere Geldscheine aus der Börse gezogen wurden, bemerkte die Rostockerin erst später.

Auch im zweiten Fall wurde eine Frau bestohlen. Hier wendete ein etwa 35 Jahre alter Mann den „Obdachlosen- Trick“ an. Er ging in ein Nagelstudio in der Innenstadt und legte ein Zettel mit dem Wort „obdachlos“ auf den Behandlungstisch. Wegen einer Sprachbarriere konnten sich die beiden anwesenden Frauen nicht mit ihm verständigen. Daraufhin nahm der Unbekannte seinen Zettel und verließ den Laden. Dass er dabei auch das Handy der Kundin mitnahm, bemerkt die Frau ebenfalls erst Minuten später.

Ablenkung ist der Schlüssel für Diebstähle

„Die Täter lenken bewusst die Aufmerksamkeit ihrer Opfer auf andere Dinge“, sagt die Polizeisprecherin. Häufig würden sie sich auch zu zweit oder zu dritt organisieren. „Einer sorgt für die Ablenkung und der nächste greift zu“, erläutert Hanske. Daher sei es keine Selbstverständlichkeit, dass es eine Beschreibung der Täter gebe. „Meist bemerkt das Opfer erst später, dass etwas fehlt und kann dem Diebstahl nicht mehr einer genauen Situation oder Person zuordnen“, erklärt die Polizeisprecherin. Dementsprechend gering sei die Ausklärungsquote. Von 281 Taschendiebstählen im Jahr 2014 konnten lediglich 5,7 Prozent der Fälle aufgeklärt werden. „Daher ist Prävention besonders wichtig“, betont die Polizistin.

OZ

Von Hegermann, Johanna

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stadtmitte
Trickdiebstähle sind nicht nur in Rostock, sondern in ganz Deutschland ein Problem. Häufig werden Geld oder Handy aus der Handtasche geklaut. Gerade offene Taschen sind ein gefundenes Fressen für Taschendiebe (Szene gestellt).

Gleich zwei Mal an einem Tag sind am Dienstag Rostocker zu Opfern von Trickdieben geworden. Die Unbekannten haben ein Handy und mehrere hundert Euro Bargeld ergaunert.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Aktuelle Beiträge