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Tausende Euro Belohnung: Bürger helfen bei Verbrecherjagd

Rostock/Neu Degtow Tausende Euro Belohnung: Bürger helfen bei Verbrecherjagd

Regelmäßig setzen Polizei und Staatsanwalt in Mecklenburg-Vorpommern hohe Belohnungen aus, um die Suche nach Straftätern voranzubringen. Auch bei der Fahndung nach Brandstiftern in Rostock und dem nordwestmecklenburgischen Neu Degtow hoffen die Ermittler auf Erfolg.

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Am Nachmittag des 20. Juni 2015 brach auf dem Recyclinghof in Neu Degtow ein Feuer ausgebrochen. Zur Ergreifung der Brandstifter ist eine Belohung in Höhe von 20 000 Euro ausgesetzt worden.

Quelle: Archiv

Rostock/Neu Degtow. Täter gesucht! Immer wieder bitten Polizei, Staatsanwaltschaft oder Versicherungen die Bevölkerung um Unterstützung und locken mit viel Geld – vor allem bei der Aufklärung schwerer Straftaten wie Mord, Brandstiftung und Sexualdelikten. Aktuell wird in MV unter anderem nach Brandstiftern im nordwestmecklenburgischen Neu Degtow (20 000 Euro) und Rostock (10 000 Euro) gesucht. Die Ermittler erhoffen sich durch die Belohnungen neue Hinweise. Denn: Mit hohen Geldbeträgen können Zeugen, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, „zu einer Aussage motiviert werden“, sagt Christine Busse, Pressesprecherin der Generalstaatsanwaltschaft in Rostock.

Wie oft pro Jahr Belohnungen ausgesetzt werden und wie oft sie erfolgreich sind, darüber werden keine Statistiken geführt. Doch im Fall eines Betrügerpaares, das Zehntausende Euro von MV-Urlaubern abgezockt hat, führte die öffentliche Fahndung im März 2016 zu den Tätern. Die hatten über das Internet Ferienimmobilien in Kühlungsborn (Kreis Rostock) angeboten, die ihnen nicht gehörten. 3000 Euro Belohnung wurden ausgesetzt: „Es gab drei Hinweisgeber, unter ihnen wurde das Geld aufgeteilt“, berichtet Harald Nowack von der Staatsanwaltschaft Rostock. Nicht jeder Zeuge habe den gleichen Anteil erhalten. Die Höhe hänge davon ab, wie entscheidend der Tipp für die Aufklärung der Straftat ist – und das entscheiden die Ermittler.

Auch die Brandstifter, die 2014 am Flüchtlingsheim in Groß Lüsewitz (Kreis Rostock) konnte nur mit Hilfe einer Belohnung geklärt werden. Erst die Aussicht auf Geld hat Zeugen zum Reden animiert.

Kerstin Schroeder

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