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Taxifahrer bewahrt Seniorin vor Trickbetrug

Stralsund Taxifahrer bewahrt Seniorin vor Trickbetrug

Trickbetrüger treiben in Stralsund ihr Unwesen, wie die Polizei mitteilt. So wurden am Donnerstag gleich fünf Fälle bekannt, bei denen mit unterschiedlichen Betrugsmaschen ...

Stralsund. Trickbetrüger treiben in Stralsund ihr Unwesen, wie die Polizei mitteilt. So wurden am Donnerstag gleich fünf Fälle bekannt, bei denen mit unterschiedlichen Betrugsmaschen versucht wurde, ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen.

In Grünhufe erhielt eine 80-jährige Frau einen Anruf vom angeblichen Amtsgericht Frankfurt. Durch die Teilnahme an einer Lotterie seien Kosten entstanden, die nun eingefordert würden. Durch eine außergerichtliche Einigung würden diese bei etwa 3000 Euro liegen. Der Frau wurde erklärt, wo und wie sie ein Money-Gram – einen Geldtransferservice – abwickeln könnte. Die Seniorin bestellte ein Taxi, um die Summe zu überweisen. Der aufmerksame Taxifahrer erkannte jedoch die Situation, als ihm die Frau schilderte, was sie vorhat. Geistesgegenwärtig informierte der Mann die Polizei.

In einem weiteren Fall wurde ein 76-Jähriger von seinem angeblichen Enkel angerufen. Der Anrufer gab an, sich in einer Notlage zu befinden und dringend Geld zu benötigen. Zum Glück erkannte der Rentner, dass es sich nicht um seinen Verwandten handelt und legte auf.

In Andershof wurde eine 80-Jährige von einem männlichen Anrufer um 30000 Euro gebeten. Während des Gesprächs erfuhr er den Namen der Enkelin. Die Frau verweigerte ihm das Geld, jedoch rief kurze Zeit später die angebliche Enkelin an und stellte sich als solche vor. Die Seniorin erkannte jedoch den Betrug und legte auf. In Knieper Nord wurden eine 82-jährige Frau und ein 79-jähriger Mann von ihren angeblichen Enkeln kontaktiert. Als die Frau sagte, kein Geld zu haben, wurde aufgelegt. Der Mann hatte den Betrug erkannt.

Weitere Fälle wurden in Altentreptow und Pasewalk bekannt. „Die Täter gehen äußerst perfide vor“, sagt Polizeisprecherin Nicole Buchfink. Oft suchen sie in Telefonbüchern nach älter klingenden Vornamen und suchen sich diese Personen dann als Opfer aus. Schließlich werden Verwandtschaftsverhältnisse vorgespielt und die dringliche finanzielle Notlage dargestellt. Teilweise wird mit Strafen gedroht oder es würden sich vermeintlich Staatsanwälte melden. Die Betroffenen werden durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt.

Auch wenn es gestern nur bei Versuchen blieb, rät die Polizei zu äußerster Vorsicht. „Niemand muss sich schämen. Betroffene sollten Anzeige erstatten. Erfahrene Beamte helfen und vermitteln auch den Opferschutz“, sagt Nicole Buchfink und verweist auf spezielle Präventionsberater der Polizei.

OZ

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