Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Terrorverdacht in der Brinkstraße: Polizei stürmt Wohnung

Greifswald Terrorverdacht in der Brinkstraße: Polizei stürmt Wohnung

Die Polizei hat am Mittwochabend die Wohnung eines 29-jährigen Syrers in Greifswald wegen Terrorverdachts untersucht. Dieser hat sich nicht bestätigt. Der Mann soll zuvor einer Frau gedroht haben, sie umzubringen und sich in die Luft zu sprengen.

Voriger Artikel
Mann schlägt Bekannten mit Gehhilfen ins Gesicht
Nächster Artikel
Leichenfund in Wohnhaus: Staatsanwaltschaft klagt 51-Jährigen an

Die Polizei gibt Entwarnung: Im Studentenwohnheim in der Brinkstraße 4 gab es am Mittwochabend einen Polizeieinsatz wegen Terrorverdachts. Dieser hat sich nicht bestätigt.

Quelle: Benjamin Fischer

Greifswald. Einsatz wegen Terrorverdachts in der Greifswalder Fleischervorstadt: Am Mittwochabend stürmten zehn schwer bewaffnete Polizisten in schusssicheren Westen und mit Schutzhelm das Studentenwohnheim in der Brinkstraße 4. Ihr Ziel war die Wohnung eines 29-jährigen Syrers, der öffnete und von den Einsatzkräften zu Boden gebracht und zunächst festgesetzt wurde.

Es hatte zuvor zwei Anzeigen gegeben, dass der Mann einer Frau gedroht haben soll, sie umzubringen. Konkret soll er auf Englisch gerufen haben, dass man sie holen und ihr den Kopf abschlagen müsse. Außerdem liegt der Polizei eine Tonbandaufnahme vor, auf der der Mann gerufen haben soll, sich selbst und alle in die Luft sprengen zu wollen.

Die Beamten untersuchten mit Sprengstoffspürhunden die Wohnung. „Es wurde kein Sprengstoff gefunden“, teilt Polizeisprecher Axel Falkenberg auf OZ-Nachfrage mit. Die chemischen Gerüche, die zuvor angezeigt worden sind, gingen offenbar von Duftkerzen aus. „Der Verdacht auf islamistischen Extremismus hat sich nicht bestätigt“, sagt Falkenberg. Es wurden auch keine anderen Dinge in der Wohnung sichergestellt, die auf ein mögliches Tötungsvorhaben hindeuten würden. Die Polizei ermittelt trotzdem weiter.

„Die Frau hat vollkommen richtig gehandelt, Anzeige zu erstatten“, sagt Falkenberg.

Katharina Degrassi

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Gericht entscheidet noch heute
Polizeibeamtin mit Dienstwaffe am Gürtel. Laut Polizeiverordnung sind Frauen mit Implantaten in der Brust wegen erhöhter Verletzungsgefahr nicht geeignet für den Polizeidienst.

Eine Frau aus Dortmund darf nicht Polizistin werden, weil sie Brustimplantate aus Silikon hat. Das sei ein zu großes Verletzungsrisiko bei robusten Einsätzen, sagt der Polizeiarzt. Die Frau ist gegen das Nein vor Gericht gezogen.

mehr
Mehr aus Aktuelle Beiträge