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Tod am Bahnübergang: Kein Einzelfall

Neu Wiendorf Tod am Bahnübergang: Kein Einzelfall

In Mecklenburg-Vorpommern kommt es immer wieder zu Unfällen mit Zügen, weil Haltesignale missachtet werden. Die Bahn will die Sicherheit an Bahnübergängen erhöhen: Seit 1950 wurde ihre Zahl mehr als halbiert, viele von ihnen wurden umgerüstet

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Tödliches Drama an einem beschrankten Bahnübergang bei Schwaan. Am Abend kam ein Autofahrer in Neu Wiendorf ums Leben, nachdem sein Fahrzeug von einem Regionalexpress erfasst wurde.

Quelle: Stefan Tretropp

Neu Wiendorf. Nachdem ein Autofahrer am Sonntagabend in Neu Wiendorf (Kreis Rostock) von einem Zug erfasst wurde, sitzt der Schock bei den Helfern der Freiwilligen Feuerwehr Schwaan noch tief. Ersten Ermittlungen der Polizei soll der Autofahrer eine geschlossene Halbschranke umfahren haben. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Diese Tragödie ist kein Einzellfall.

 

In der Vergangenheit kam es in Mecklenburg-Vorpommern immer wieder zu Unfällen mit Zügen, weil Haltesignale missachtet wurden. Im September 2015 starb eine Autofahrerin, nachdem sie eine Halbschranke umfahren hatte und mit einem Zug kollidiert war. Im Mai 2015 schleifte in Grimmen eine Bahn einen Kleintransporter über 300 Meter weit auf den Gleisen mit.

Nach Auskunft der Deutschen Bahn entstehen 95 Prozent aller Unfälle an Bahnübergängen durch das Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer. Dennoch: „In MV ist die jährliche Unfallanzahl sehr niedrig“, sagt ein Bahn-Sprecher. Bundesweit hätten sich die Unfälle von 628 im Jahr 1994 auf etwa 200 verringert. Auch weil sich der Bestand an Bahnübergängen seit 1950 mehr als halbiert hat. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 320 mit Halbschranken gesicherte Bahnübergänge, 88 Vollschranken und 146 Übergänge ohne Schranken. „In den vergangenen Jahren wurden viele Bahnübergänge umgerüstet“, berichtet der Bahn-Sprecher.

Kerstin Schröder

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