Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 3 ° stark bewölkt

Navigation:
Trickbetrüger zocken Rentnerin ab

Ribnitz-Damgarten Trickbetrüger zocken Rentnerin ab

Ribnitzer Seniorin zahlt Geld, um eine angebliche Gewinnsumme zu bekommen.

Voriger Artikel
Wieder Einbrüche in Firmen an Autobahnen
Nächster Artikel
Jungs sollen für Brand von Lagerhalle verantwortlich sein

Bei Senioren versuchen Trickbetrüger immer wieder, Geld zu ergaunern. Im Fall einer Ribnitzer Rentnerin gelang das leider.

Quelle: OZ

Ribnitz-Damgarten. Mit einer besonders gemeinen Masche ist eine 76-jährige Frau aus Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) um mehrere tausend Euro gebracht worden. Wie die Polizei dazu informierte, haben die Telefonbetrüger dafür eine Mischung aus Gewinnspielversprechen und „Drohungen“ falscher Behörden/Institutionen benutzt.

Im März hatte die Seniorin einen Anruf bekommen, sie habe 37 000 Euro gewonnen. Sie solle 1500 Euro zahlen, bekäme dann den Gewinn überwiesen. Sie zahlte.Als weitere 300 Euro gefordert wurden, konnte die Tochter ihre Mutter davon abhalten und erstattete Anzeige. Im Sommer erhielt die Rentnerin erneut mehrere Anrufe von der „Sparkasse“ und einem „Notar“. Würde sie jetzt Geld einzahlen, gäbe es noch eine Möglichkeit, den Gewinn einzulösen. Als die Frau angab, eine Anzeige erstattet zu haben, übten die Betrüger Druck aus und drohten ihr mit dem Gericht.

In den folgenden Monaten veranlassten diese Drohungen die 76-Jährige, aus Angst vor „strafrechtlichen Konsequenzen“ mehrere Überweisungen vorzunehmen, diese beliefen sich auf insgesamt 9000 Euro. Dazu nutzte sie, wie von den Tätern gefordert, das Finanzdienstleistungssystem von MoneyGram. Dabei handelt es sich um einen nahezu verzögerungsfreien Geldtransfer. Mittels einer Referenznummer erfolgt die Auszahlung an einem gewünschten Ort, an eine bestimmte Person, welche sich dort ausweisen muss. Die Seniorin transferierte das Geld in die Türkei. Ihr Sohn erfuhr davon, überzeugte seine Mutter, keine weiteren Zahlungen vorzunehmen.

Dennoch gaben die Betrüger nicht auf, gaben sich sogar als „Staatsanwalt“ aus. Dieser meldete sich und sagte der Frau, dass sie 1350 Euro überweisen müsse, dann bekäme sie ihre bereits bezahlten 9000 Euro wieder. Nach Ende der Verhandlungen bekäme sie dann auch die 1350 Euro wieder. Sollte sie die Summe nicht zahlen, müsse sie selbst für eine Woche in die Türkei reisen, und dort die Verhandlungen durchführen.

Inzwischen war die Seniorin jedoch so gewarnt, dass sie die Summe nicht zahlte und die Polizei informierte.

Peter Schlag

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
PI Neubrandenburg

Am 12.11.2016 um 00:36 Uhr ging bei der Einsatzleitstelle der Polizei ein Notruf ein, in welchem mitgeteilt wurde, dass es in Röbel, Minzower Straße, auf der Veranstaltung ...

mehr
Mehr aus Aktuelle Beiträge