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Tumult nach versuchtem Ladendiebstahl in der Altstadt

Stralsund Tumult nach versuchtem Ladendiebstahl in der Altstadt

Wie sich herausstellte, wurde die Frau, die den Polizeieinsatz in Stralsund ausgelöst hatte, bereits per Haftbefehl gesucht

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Durch den Brand bei Koserow (Vorpommern-Greifswald) in der Nacht zu Dienstag ist ein Schaden von etwa 500 Euro entstanden.

Quelle: Tilo Wallrodt

Stralsund. Über mehrere Stunden beschäftigte am Donnerstagabend eine 32-jährige Frau aus Ungarn die Stralsunder Polizei. Seinen Ausgang nahm der Einsatz in der Altstadt mit zwei Streifenwagen um 17.40 Uhr,  als die Beamten in die Tchibo-Filiale in der Ossenreyerstraße gerufen wurden, weil es hier zu einem Tumult gekommen war.

Wie Dietmar Grotzky, Leiter des Polizeihauptreviers Stralsund, informierte, hatte ein 58-jähriger Zeuge gesehen, wie sich die 32-Jährige ein Radio unter die Jacke stecken wollte. Daraufhin stellte der Mann die mutmaßliche Ladendiebin zur Rede. Das wiederum passte dem Begleiter der Frau nicht. Es kam zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden. Ein dritter Mann - vermutlich der Ehemann der Beschuldigten - ergriff Partei für die Frau, holte einen Korkenzieher aus der Hosentasche und bedrohte damit den Zeugen. Der Stralsunder wiederum zückte daraufhin ein Messer, das er dabei hatte, um sich zu wehren. Der Tumult wurde immer größer, nachdem weitere Landsleute der Frau noch hinzu gekommen waren. Die Polizei sorgte schließlich für Ruhe und nahm mehrere Anzeigen auf: Wegen versuchten Ladendiebstahls, Beleidigung und Bedrohung.

Kaum war der Einsatz beendet, geriet die Dame erneut ins Visier der Polizei. Um 20.45 Uhr alarmierte sie selbst die Beamten und begründete das mit einem Hausfriedensbruch. Sie gab an, dass ein Freier die Wohnung nicht verlassen wollte. Als die Polizei eintraf, war von dem Freier keine Spur mehr. Aber jetzt nahm sich die Polizei die Ungarin noch einmal etwas gründlicher vor. Dabei stellte sich heraus, dass sie per Haftbefehl gesucht wird, weil sie eine Geldstrafe von 600 Euro unter Androhung von 40 Tagen Haft nicht gezahlt hatte. Als die Polizei sie mit dem Haftbefehl konfrontierte, beglich sie die Geldstrafe.



Walther, Marlies

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