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Unfall-Flucht: Polizei sucht Zeugen

Satow Unfall-Flucht: Polizei sucht Zeugen

Verunglückter Radfahrer erleidet mehrere Beckenbrüche. 2017 gab es schon mehr als 300 Fahrerfluchten im Landkreis.

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Nach einem Unfall mit Fahrerflucht bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung.

Quelle: Tilo Wallrodt

Satow. Auch vier Tage nach dem Unfall sitzt der Schock noch immer tief: „Mein Freund wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Satow von einem Auto erfasst“, sagt Kevin Bruhn und schluckt. „Dabei wurde er schwer verletzt und liegt jetzt in Rostock auf der Intensivstation.“ Was der 15-Jährige überhaupt nicht verstehen kann: „Der Fahrer ist einfach mit seinem Auto weitergefahren – ohne sich um den Verletzten zu kümmern.“

Zeugenaufruf

Hinweise zum Unfall in Satow nimmt das Polizeihauptrevier Bad Doberan unter der Nummer ☎ 038 203/5 60, das Polizeipräsidium Rostock unter ☎ 038 208/888 22 22, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

Laut Polizeibericht war es gegen 0.40 Uhr auf der Fritz-Reuter-Straße bei einem missglückten Überholvorgang zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Radfahrer gekommen. „Der Autofahrer hat nach Zeugenangaben kurz angehalten, sich dann aber mit hoher Geschwindigkeit von der Unfallstelle entfernt“, bestätigt Polizeisprecher Gert Frahm. „Dabei hat der 16-jährige Jugendliche mehrere innere Verletzungen erlitten.“

Konkret seien das rechte sowie hintere Becken gebrochen, erklärt Kevin Bruhn – „und beim linken Becken sind die Knochen eingerissen“. Dazu kämen Prellungen an Arm und Hals, und auch die Lunge sei verletzt. Ab Mittwoch müsse sich sein Freund mehreren Operationen unterziehen, sagt der 15-Jährige: „Das ist schon erheblich – vielleicht meldet sich der Autofahrer ja jetzt doch noch bei der Polizei“, hofft er.

Dazu würde er dringend raten, betont Polizeisprecher Gert Frahm: „Immerhin sprechen wir hier von Unfallflucht, unterlassener Hilfeleistung und fahrlässiger Körperverletzung.“ Aktuell würden sich die Untersuchungen auf den Fahrzeug-Typ konzentrieren, so Frahm: „Bisherige Ermittlungen haben ergeben, dass der Tatverdächtige mit einem silberfarbenen Mittelklassefahrzeug unterwegs war – hierbei könnte es sich um einen Volkswagen Golf oder ein ähnlich aussehendes Auto handeln.“ Darüber hinaus müsse das Fahrzeug im Front-Bereich Schäden aufweisen: „Deshalb hoffen wir auch auf aufmerksame Werkstätten, die sich bei möglichen Ungereimtheiten bei uns melden.“ Das Fahrrad des Opfers sei komplett schrottreif.

Gut 300 Unfälle mit Fahrerflucht habe die Polizei im Landkreis Rostock in diesem Jahr bereits verzeichnet, sagt Gert Frahm: „Dabei gab es zwei Unfälle mit Schwer- sowie zwölf mit Leichtverletzten.“

Zum großen Teil habe es sich aber um „kleinere Parkplatz-Rempler“ gehandelt, so Frahm: „Insgesamt konnte rund ein Drittel der Fälle aufgeklärt werden.“ Vielleicht kommt in den nächsten Tagen ein weiterer dazu . . .

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Lennart Plottke

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