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Unfall mit Geisterfahrer: Frau und fünfjähriges Kind verletzt

Stralsund Unfall mit Geisterfahrer: Frau und fünfjähriges Kind verletzt

Verursacher war ein 35-jähriger Mann aus der Gemeinde Sundhagen / Er wurde ins Krankenhaus nach Greifswald geflogen / Fahrbahn mehrere Stunden gesperrt

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Eines der beiden Autos ging wenige Augenblicke nach dem Crash in Flammen auf. Das Feuer griff auf den zweiten Wagen über. Der Grünhufer Bogen wurde mehrere Stunden voll gesperrt.

Quelle: Marlies Walther

Stralsund. Dramatisches Bild gestern Mittag auf dem Grünhufer Bogen in Richtung Grimmen: Flammen schießen in den Himmel. Eine schwarze Rauchwolke baut sich auf. Zwei zertrümmerte Autos, die offenbar gegeneinander geschleudert wurden, stehen quer auf der Fahrbahn und haben Feuer gefangen. Überall Spuren des Zusammenstoßes. Fassungslose Menschen an der Unglücksstelle. Die Rettungskräfte treffen ein.

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Verursacher war ein 35-jähriger Mann aus der Gemeinde Sundhagen / Er wurde ins Krankenhaus nach Greifswald geflogen / Fahrbahn mehrere Stunden gesperrt

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Am Nachmittag teilt die Polizei mit, dass bei dem schweren Unfall drei Menschen verletzt worden sind. Offen bleibt die Frage, warum der 35-jährige Mann aus der Gemeinde Sundhagen, der den Crash verursacht hat, als Geisterfahrer auf der viel befahrenen Straße unterwegs war.

Zwischen der Abfahrt zur Bundesstraße 105 und der Brücke über die Rostocker Chaussee war es passiert. Frontal stieß der Sundhäger mit seinem Passat mit einem anderen VW zusammen. Darin befanden sich eine 34-jährige Frau aus der Gemeinde Karnin und ein fünfjähriges Kind, die stadtauswärts in Richtung Grimmen unterwegs waren. Einer der Wagen fing Feuer, Flammen zuckten aus dem Motorraum, griffen über. Wenige Augenblicke später brannten beide Autos lichterloh. Glücklicherweise konnten zuvor alle Insassen rechtzeitig aus den Wracks befreit werden. Dennoch: Die Frau wurde leicht verletzt, der Junge erlitt schwere Verletzungen. Beide wurden ins Stralsunder Krankenhaus am Sund gebracht.

Der Geisterfahrer wurde laut Polizei schwerstverletzt. Er kam nach der Erstversorgung im Stralsunder Helios Hanseklinikum mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Greifswald. Die Polizei ermittelt jetzt, warum der Mann in der entgegengesetzten Fahrtrichtung unterwegs war. „Der 35-Jährige war nicht ansprechbar und hatte keine Papiere bei sich“, sagte Ilka Pflüger, Sprecherin der Polizeiinspektion Stralsund, gestern.

Ob Alkohol oder Drogen eine Rolle gespielt haben, sollen die weiteren Untersuchungen zeigen. Ob es sich um einen Suizidversuch gehandelt haben könnte, dafür gebe es laut Polizei noch keine Anhaltspunkte.

Knapp zwei Stunden lang war die Fahrbahn voll gesperrt. Ab circa 14.15 Uhr wurde zumindest die Fahrbahn in Richtung Stralsunder Stadtzentrum wieder freigegeben. Die Fahrtrichtung Grimmen blieb weitere eineinhalb Stunden gesperrt, war erst gegen 15.45 Uhr wieder befahrbar.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung wurde wegen der Fahrbahnverschmutzung während des Einsatzes zeitweise von 100 km/h auf 50 km/h reduziert. Bis auf Weiteres bleibt es nach Polizeiangaben auch dabei.

Grund dafür sind Schäden an der Asphaltdecke durch die starke Hitze.

Die Beamten des Polizeihauptreviers Stralsund, Kameraden der Feuerwehr Stralsund, Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der Straßenmeisterei kamen zum Einsatz. Experten der Dekra haben die Ermittlungen zur Unfallursache und zum Hergang vor Ort aufgenommen. Der entstandene Sachschaden wird nach Polizeiangaben auf etwa 40000 Euro geschätzt.

Robert Niemeyer und Marlies Walther

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