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Unfall von Groß Kiesow: Alkoholisiert in den Tod

Groß Kiesow Unfall von Groß Kiesow: Alkoholisiert in den Tod

Bei einem der schwersten Unfälle in Mecklenburg-Vorpommern wurden am 6. August in Groß Kiesow vier Menschen, darunter zwei Niederländer, getötet und zwei weitere ...

Groß Kiesow. Bei einem der schwersten Unfälle in Mecklenburg-Vorpommern wurden am 6. August in Groß Kiesow vier Menschen, darunter zwei Niederländer, getötet und zwei weitere Personen lebensgefährlich verletzt (die OZ berichtete). Nach Aussage des leitenden Oberstaatsanwaltes Sascha Ott war die 20-jährige Unfallverursacherin aus den Niederlanden an dem Sonnabendmorgen gegen 2.30 Uhr mit 1,65 Promille am Steuer unterwegs. Das hat die Staatsanwaltschaft Stralsund während des durchgeführten Todesermittlungsverfahrens festgestellt und am Mittwochmittag bekanntgegeben.

Der für fünf Personen zugelassene Unfallwagen, ein Skoda Octavia Kombi, war überbesetzt, denn auf dem Schoß des Beifahrers hatte eine sechste Person Platz genommen. Fest steht auch, dass lediglich die Fahrerin in dem Auto einen Sicherheitsgurt angelegt hatte. Zum Unfallhergang sagte Ott, dass der Wagen viel zu schnell in der Ortschaft Groß Kiesow unterwegs war und mit den Rädern auf der rechten Seite in den Randstreifen der Straße geraten war. In einer leichten Linkskurve sei das Auto dann frontal gegen einen Baum geprallt.

Bremsspuren wurden keine gefunden. Laut Polizeiangaben war die Tachonadel des Autos bei 140 km/h stehengeblieben. Wie die Dekra nun festgestellt hat, sei die Aufprallgeschwindigkeit des Wagens aber deutlich darunter gewesen. Die Anzeige dieser hohen Geschwindigkeit hänge mit dem direkten Aufprall und möglichen Verformungen zusammen. Vermutet werde eine Geschwindigkeit des Unfallwagens von um die 80km/h, weitere Untersuchungen liefen noch.

Da es bei dem Horrorunfall keine objektiven Hinweise auf Fremdverschulden gibt und die Fahrerin getötet wurde, erhebt die Staatsanwaltschaft auch keine Anklage. Die beiden lebensgefährlich Verletzten, ein 20 und 27 Jahre altes Paar aus den Niederlanden, liegen nach wie vor auf der Intensivstation des Greifswalder Klinikums und sind laut Staatsanwaltschaft nicht vernehmungsfähig.

Über den furchtbaren Unfall war in Deutschland und in den Niederlanden ausführlich berichtet worden. Die beiden Todesopfer aus dem niederländischen Borne wurden inzwischen unter großer Anteilnahme, auch aus Groß Kiesow, eingeäschert. In der Kirche von Groß Kiesow fand in der vergangenen Woche eine Gedenkfeier für die Opfer statt.

Cornelia Meerkatz

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Uwe Beutel aus Berlin

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