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Unwetter verwüstet den Nordwesten

Unwetter verwüstet den Nordwesten

Heftiger Wind und Starkregen – Freitagmorgen kurz nach 3 Uhr zog ein schweres Unwetter über Nordwestmecklenburg

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Heinrich-Behrens-Weg in Schönberg – auch hier hat der Sturm in der Nacht zu gestern Spuren hinterlassen.

Quelle: Annett Meinke

Grevesmühlen/Dassow Glück im Unglück: Das schwere Unwetter hat Freitagmorgen im Westen und Norden Nordwestmecklenburgs teilweise große Schäden angerichtet. Doch verletzt wurde niemand. Der Sachschaden allerdings ist erheblich.

OZ-Bild

Heftiger Wind und Starkregen – Freitagmorgen kurz nach 3 Uhr zog ein schweres Unwetter über Nordwestmecklenburg

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In Dassow hat der Sturm zwei Auflieger, die im Gewerbegebiet abgestellt waren, regelrecht umgepustet. Die leeren Fahrzeuge standen quer zur Windrichtung, sodass der Sturm leichtes Spiel hatte. Die Auflieger wurden leicht beschädigt.

In Grevesmühlen fuhr die Feuerwehr ab 3 Uhr insgesamt neun Einsätze. In sämtlichen Fällen waren Bäume im Stadtgebiet und in den Ortsteilen auf die Straße gefallen. Ein Auto wurde leicht beschädigt. Erst gegen 9 Uhr konnte die Feuerwehr wieder einrücken, wie Wehrführer Steve Klemkow gestern mitteilte.

In Mallentin war zeitweise die Straße nach Roxin nicht befahrbar. Dort hatte ein Ast die Telefonleitung beschädigt und die Straße blockiert. Die Feuerwehr beseitigte den Ast.

Auf der Strecke von Dassow nach Klütz säumten etliche abgebrochene Äste die Straßenränder. Einige große Alleebäume waren vom Wind einfach umgeschubst worden.

Mächtige Äste waren abgerissen und vom Sturm meterweit auf Felder geweht worden. Stellenweise mussten Feuerwehren auch hier erst mit der Kettensäge anrücken, damit Autos wieder freie Fahrt hatten.

In Boltenhagen waren die Feuerwehrleute gestern stundenlang im Einsatz. Zahlreiche Bäume im gesamten Gemeindegebiet hatte der Sturm gefällt. Sowohl an der Ostseeallee als auch auf der Promenade mussten die Experten anrücken, um die umgestürzten Bäume zu beseitigen. Zudem hat der Sturm mehrere Strandkörbe umgekippt. Doch auch hier gab es Entwarnung: Nach ersten Meldungen wurde niemand bei dem Unwetter verletzt.

Die Freiwillige Feuerwehr Klütz meldete gestern Vormittag immer noch „Aktuell noch im Einsatz“. Auch hier hatte der Sturm etliche Bäume gefällt und Äste auf die Straßen und Wege geweht. „Wir bemühen uns schnellstmöglich, alle Gefahren zu beseitigen“, hieß es dazu auf der Internetseite der Feuerwehr.

Im Internet informierte die Unwetterzentrale Deutschland gestern, dass die Wetterstation für den Bereich Boltenhagen zwischen 3 und 4 Uhr eine Windspitze von 156 Stundenkilometern gemeldet hatte.

Gleiche Windstärken meldete auch der Deutsche Wetterdienst. Damit wird der Sturm von gestern Morgen offiziell als Orkan bezeichnet. Vermutungen einiger Bewohner des Klützer Winkels, es habe sich um eine Windhose oder einen Tornado gehandelt, wurden gestern aber von offizieller Seite nicht bestätigt.

Die Freiwillige Feuerwehr Klütz informierte gestern auf ihrer Seite bei Facebook, dass weitere Unwetter in der Region zu erwarten seien. „Seid bitte alle vorsichtig und aufmerksam. Es können Gegenstände wie Äste oder Dachpfannen herunter fallen“, warnten die Helfer dort vor allem für den gestrigen Abend. Angekündigt waren erneut Orkanböen mit Windstärken von mehr als 115 Stundenkilometern sowie Gewitter mit Starkregen von mehr als 30 Litern pro Quadratmeter in der Stunde und Hagel.

Michael Prochnow und Malte Behnk

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