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Usedomer Bäderpolizei macht Winterpause

Karlshagen Usedomer Bäderpolizei macht Winterpause

Seit Juni verstärkte der Polizeinachwuchs das Revier und die Stationen auf der Insel / Insbesondere die Außenstelle in Karlshagen profitierte von der Unterstützung

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Die jungen Männer und Frauen des Bäderdienstes kommen im Sommer aus der Bereitschaftspolizei.

Quelle: Andreas Dumke

Karlshagen. Die Tatsache, dass der Sommer 2016 endgültig ad acta gelegt werden kann, ist nun auch bei der Polizei angekommen. Am Donnerstag verrichten zum letzten Mal in dieser Saison zwei Beamte der Bäderdienstpolizei ihren Dienst. Sie gehen jetzt zurück in ihre „normale“ Dienststelle. Seit Mitte Juni verstärkten 19 Männer und Frauen das bestehende Kollegium auf Usedom. „Diese Saison war aus polizeilicher Sicht sehr erfolgreich“, resümiert Revierleiter Bernd Nabert. Durch den Einsatz von zwei weiteren Beamten in der Außenstelle Karlshagen verdoppelte sich die wöchentliche Streifentätigkeit im Inselnorden von 40 auf 80 Stunden. „Das haben die Bürger gemerkt“, sagt der Karlshagener Andreas Maischak. Der 40-Jährige wohnt in dem Ostseebad und arbeitet eigentlich im Revier in Greifswald. „Wir waren bei Einsätzen schneller vor Ort. Die Menschen fragten dann immer, wo wir so schnell herkamen“, sagt Maischak, der seit 24 Jahren bei der Polizei arbeitet.

In der Vergangenheit kam im Inselnorden immer wieder Kritik, auch von Bürgermeistern, dass die Polizeibeamten zu wenig Präsenz zeigten. „Die Kollegen waren vor allem ein Ansprechpartner vor Ort. Zum Beispiel, wenn Fundsachen verloren gingen, Anzeigen aufgegeben wurden oder ein Draht zwischen Behörden und Einwohner gelegt werden musste“, sagt Nabert. Ein Großteil der Aufgaben, die die Bäderdienstbeamten im Sommer übernehmen, gleichen denen im normalen Schichtdienst. „Natürlich sind sie auch am Strand unterwegs, wenn es sein muss. Zum Beispiel bei der Suche nach vermissten Personen. Das passiert im Sommer relativ oft“, erklärt Nabert. Zudem, so berichtet Andreas Maischak, gab es in diesem Jahr einen versuchten Taschendiebstahl am Strand. „In Zinnowitz machte sich jemand an den Taschen anderer Leute zu schaffen. Rettungsschwimmer entdeckten den Mann und verständigten die Polizei.“

Ein Teil der Polizeiarbeit im Inselnorden ist die Aufnahme von Fahrraddiebstählen. Aber, so heißt es, die Situation ist dort nicht so gravierend wie im Inselsüden. „Heringsdorf ist in der Hinsicht ein Schwerpunkt. Das hängt unter anderem mit der Grenznähe zusammen. In den Norden müssten die Diebe einen längeren Weg zurücklegen. Im Süden radeln sie mit dem gestohlenen Rad schnell über die Grenze“, erklärt Bernd Nabert.

Dass die Bäderdienstpolizei in touristisch geprägten Orten im Einsatz ist, hat schon Tradition. „Die jungen Kollegen kommen gerne nach Usedom. Dieses Revier ist beliebter als beispielsweise Ueckermünde. Manche sind sogar schon das zehnte Jahr hier und kommen jedes Jahr wieder“, weiß Revierleiter Bernd Nabert. Im Normalfall bleiben sie aber nur ein Jahr. „Es gab aber auch schon Beamte, die es hier so toll fanden, dass sie anschließend hier dauerhaft arbeiten wollten“, sagt Nabert.

Polizei auf Usedom

53 Polizeibeamte arbeiten derzeit auf der Insel Usedom. Am Dienstag kommen drei weitere, junge Beamte hinzu. Im Jahr 1998 wurde die Polizeistation in Karlshagen errichtet. Im Zuge einiger Strukturreformen wurde das Personal dort immer weiter geschrumpft. Heute arbeiten noch zwei Streifenpolizisten und ein Kriminalpolizist dort. Das Gebäude ist allerdings für mehr als zehn Personen ausgelegt.

Eine weitere Außenstelle der Polizei steht in der Stadt Usedom.

Hannes Ewert

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