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Vandalen suchen Ummanzer Erlebnispfad heim

Ummanz Vandalen suchen Ummanzer Erlebnispfad heim

Zwei Outdoor-Hängematten am Rastplatz wurden abgesägt – eine davon gestohlen.

Ummanz. Wer den Walderlebnispfad auf Ummanz besucht, findet an einem der zwei Rastplätze keinen Platz zum Ausruhen. „Eine der beiden Outdoor-Hängematten ist gestohlen worden“, sagt Cornell Kuithan. Dass die zweite noch da ist, liege wohl daran, dass die Täter gestört worden sein müssen, als sie dabei waren, die Aufhängung der Matte abzusägen, vermutet der für das Gebiet West-Rügen zuständige Revierförster.

 

OZ-Bild

Revierförster Cornell Kuithan mit einer der zwei Hängematten, auf die es die bislang unbekannten Täter an einem Rastplatz des Walderlebnispfades auf Ummanz abgesehen hatten.

Quelle: Chris-Marco Herold

Den bei der am Montag entdeckten Tat verursachten Schaden beziffert Kuithan auf mehr als 4000 Euro. Anzeige bei der Polizei in Bergen hat er am Dienstag erstattet, hofft aber auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. „Das kann nicht unentdeckt bleiben. Denn solch eine Matte ist 2,20 Meter lang und 1,20 Meter breit und nicht zu übersehen, wenn sich einer die beispielsweise in den Garten hängt“, sagt Kuithan. Einen Einzeltäter schließt er aus: „Die Matte ist zu schwer. Das schafft einer alleine nicht.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Vandalen auf dem Erlebnispfad ihr Unwesen treiben. Im April 2014, da war der Weg gerade erst fertig gestellt und noch nicht offiziell eröffnet, waren zwei Balken aus einem Tisch am zweiten Rastplatz herausgebrochen worden.

Gestohlen haben die Täter damit in beiden Fällen Eigentum der Hansestadt Stralsund. Denn die hat den Erlebnispfad mit dem Forstamt Rügen errichten lassen. An die 120000 Euro hat das Projekt gekostet, wobei sich die Stralsunder auf 84 700 Euro Fördermittel stützen konnten. Ziel der Übung war es, auf einer Länge von 1,9 Kilometern ein Freizeitangebot für die Ummanzer und ihre Gäste zu schaffen. Der Pfad verläuft in einem Waldstück zwischen den Orten Haide und Suhrendorf samt Campingplatz. Im vergangenen Jahr ist er um eine Baumreihe ergänzt worden. „Da präsentieren wir Bäume der Welt. Die werden wir alsbald noch kennzeichnen“, sagt Kuithan.

Ist er der aktuelle Förster auf der Insel Ummanz war es seinerzeit Förster Rudolph. Er gilt als der Pionier der Forstwirtschaft auf der kleinen Insel, die seit 1901 mittels einer Brücke mit Rügen verbunden ist. Rudolph hat zu seinen Lebzeiten begonnen, den Wald intensiv auszuweiten und zu bewirtschaften. „Deshalb ist er die Leitfigur, der die Wanderer entlang des Pfades immer wieder begegnen, indem er beispielsweise historische Details erklärt, um so Verständnis für den heute sichtbaren Forst zu wecken“, erläutert Kuithan.

Der Erlebnispfad

9 Stationen passieren die Wanderer entlang des Walderlebnispfades. Sie erfahren beispielsweise etwas über die Früchte des Waldes, einen Kahlschlag mit Folgen, über die Stockwerke des Waldes oder die Kiefer – ein Baum für alle Fälle. Und Schritt für Schritt geht es durch verschiedene Waldarten – Fichte, Buche, Eiche und eben Kiefer. „Das ist verbunden mit einer Menge an Informationen sowie Sinneswahrnehmungen der verschiedensten Art“, sagt Revierförster Cornell Kuithan.

Chris-Marco Herold

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