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Vandalismus im Wolgaster Garten der Kulturen

Wolgast Vandalismus im Wolgaster Garten der Kulturen

Unbekannte brechen in Gewächshaus ein, um Gurken zu stehlen / Achtloser Umgang mit Obst und Gemüse

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Die Mitarbeiter Jens Medow (l.) und Andreas Zunk ärgern sich, wenn ihre Arbeit im Garten zunichte gemacht wird.

Quelle: Foto: Tom Schröter

Wolgast. Besucher sind im Interkulturellen Garten in Wolgast- Nord, wo zurzeit Erdbeeren, Salat und Kräuter zu ernten sind, jederzeit willkommen. In jüngster Zeit jedoch suchen auch Personen das Terrain an der Puschkinstraße heim, die achtlos mit Obst und Gemüse umgehen.

„Knoblauch, Zwiebellauch, Radieschen und Erdbeeren werden einfach abgerissen und im Garten herumgeschmissen“, berichtet Mitarbeiter Jens Medow, der die Scholle im Zuge des Bundesfreiwilligendienstes von Anfang an beackerte und hier nun ehrenamtlich weiter gärtnert. Den einstweiligen Höhepunkt der Unsäglichkeiten erlebten Medow und sein Mitstreiter Andreas Zunk gestern Morgen. Vermutlich im Schutz der Nacht hatten sich Unbekannte Zugang zum Gewächshaus verschafft, um an die leckeren Gurken zu gelangen. „Sie haben eine Scheibe eingedrückt, sind eingestiegen und haben insgesamt zwölf reife Gurken abgenommen“, schildert Jens Medow. Dabei gingen die Diebe rigoros vor. Einige Pflanzen wurden bei der Aktion stark beschädigt; manche Früchte auch nur teilweise abgetrennt.

„Mir kommt die Aufgabe zu, die Mitarbeiter weiter zu motivieren. Aber das fällt mir immer schwerer“, klagt Lars Bergemann, Vorsitzender des Vereins Regenbogenpark, der den Interkulturellen Garten betreibt. Wenn die Arbeit nicht geachtet werde, verliere man bald die Lust daran. Gerne könnten sich sowohl Einheimische als auch Bewohner der Asylbewerberunterkunft an der Baustraße an den Hochbeeten bedienen oder Erdbeeren für den Eigenbedarf pflücken. „Das ist ja Sinn und Zweck des Gartens“, betont Bergemann. Nur sollte nichts vergeudet oder zerstört werden. Im Übrigen wünscht sich der Vereinsvorsitzende mehr Zuspruch von Seiten der Migranten, die bekanntlich gleich um die Ecke wohnen.

Tom Schröter

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