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Verkehrschaos nach schwerem Unfall

Rostock Verkehrschaos nach schwerem Unfall

Nachdem ein Lkw in Rostock mit einer Tram kollidiert war, stockte der morgendliche Berufsverkehr auf Straße und Schiene. Vier Personen wurden verletzt.

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Eine Straßenbahn ist am Rostocker Werftdreieck mit einem Lkw kollidiert.

Quelle: Stefan Tretropp

Rostock. Chaos im Berufsverkehr: Ein schwerer Unfall hat sich am Dienstagmorgen in Rostock ereignet. Nach Angaben von Einsatzkräften kollidierte gegen 6.20 Uhr ein mit Glasscheiben beladener Lastwagen am Werftdreieck mit einer Straßenbahn.

 

Die Fahrerin der in Richtung Doberaner Straße fahrenden Tram wurde im Fahrzeug eingeklemmt. Die 42-Jährige hatte Glück im Unglück. Die zunächst angenommenen schweren Verletzungen bestätigten sich bei ersten Untersuchungen im Krankenhaus nicht. Die Frau erlitt Schnittverletzungen an den Armen sowie Verletzungen am Knöchel. In der Bahn wurden ebenfalls zwei Fahrgäste verletzt, davon eine Frau schwer. Sie wurde durch Schnitte an den Beinen verletzt. Der Lastwagen-Fahrer (52) erlitt einen Schock. Der Unfall führte zu massiven Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr. Die Unglücksstelle wurde gesperrt; der Autoverkehr weiträumig umgeleitet. Es kam zu kilometerlangen Staus. Die Straßenbahnlinien 1,2 und 5 aus dem Nordwesten verkehrten bis 9 Uhr nur bis zur Kunsthalle; die Linien aus Richtung Stadt wurden über den Platz der Jugend umgeleitet. Auch auf den Buslinien 22,23,25,27,28 gab es erhebliche Verspätungen.

„Wenn zwei so große Fahrzeuge zusammenstoßen, sind Staus unvermeidbar,“ sagte Yvonne Hanske, Sprecherin der Polizei Rostock. Es nehme dann mehr Zeit in Anspruch, die Straße zu räumen. „Das ist nicht mit einem Fingerschnipsen getan.“

Nach OZ-Informationen war der Fahrer des Lastwagens vom Kabutzenhof in Richtung Maßmannstraße unterwegs. Offenbar wollte er am Werftdreieck bei gelbem Licht noch schnell über eine Ampel kommen, musste dann aber aufgrund eines Staus anhalten. Sein Anhänger kam dabei direkt auf den Gleisen an der Haltestelle Maßmannstraße zum Stehen. Die Straßenbahnfahrerin setzte ihre Fahrt aus der Haltestelle in Richtung Doberaner Platz trotzdem fort und stieß dabei mit dem Anhänger zusammen. Dieser bohrte sich beim Zusammenprall in die Fahrerkabine.

Ein Dekra-Sachverständiger wurde eingeschaltet, um die Unfallursache zu klären. Der Schaden an der Straßenbahn liegt ersten Schätzungen zufolge im sechsstelligen Bereich. Erst Mitte Mai war ein Lkw in Rostock mit einer Straßenbahn kollidiert. Vier Personen wurden dabei verletzt, der Sachschaden betrug damals rund 100 000 Euro.

Erst Mitte Mai war ein Lkw in Rostock mit einer Straßenbahn kollidiert. Vier Personen wurden dabei verletzt. Der entstandene Sachschaden betrug über 100 000 Euro.

Cora Meyer

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