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Verteidigung erwartet Freispruch in Auftragsmord-Prozess

Schwerin Verteidigung erwartet Freispruch in Auftragsmord-Prozess

Im Prozess um einen mehr als 20 Jahre zurückliegenden Mordversuch an einer Frau bei Schwerin erwartet die Verteidigung Freispruch für den Angeklagten.

Schwerin. Im Prozess um einen mehr als 20 Jahre zurückliegenden Mordversuch an einer Frau bei Schwerin erwartet die Verteidigung Freispruch für den Angeklagten. Dies wurde am Mittwoch im Landgericht Schwerin deutlich. Dem Mann wird vorgeworfen, im Auftrag eines Fahrlehrers zwei Männer dazu gebracht zu haben, auf die Frau zu schießen. Falls es zu einem Schuldspruch komme, könne der Angeklagte zudem höchstens wegen Beihilfe, nicht aber wegen Anstiftung zum Mord verurteilt werden, argumentierte einer der Rechtsanwälte. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Wochen zuvor elf Jahre Haft für den Mann gefordert.

Der heute 53 Jahre alte Angeklagte hatte während der 41 Prozesstage eingeräumt, 1996 gewusst zu haben, dass ein Fahrlehrer seine Ex-Frau umbringen lassen wollte. Mit der Tat habe er aber nichts zu tun. Die Frau war durch die Schüsse schwer verletzt worden. Der Fahrlehrer war 2002 zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Einer der beiden Schützen erhielt 1997 eine lebenslange Haftstrafe, der andere sieben Jahre Jugendstrafe.

Zu Beginn des aktuellen Prozesses war dem Angeklagten von der Staatsanwaltschaft auch die Vermittlung eines zweiten versuchten Auftragsmords im Jahr 1995 in Schwerin zur Last gelegt worden. Der Fall wurde abgetrennt und soll zu einem späteren Zeitpunkt verhandelt werden.

dpa/mv

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