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Warnschuss auf Flüchtling: AfD-Chef erhebt Vorwürfe

Nostorf Warnschuss auf Flüchtling: AfD-Chef erhebt Vorwürfe

Ein Asylbewerber soll in einer Unterkunft im Landkreis Ludwigslust-Parchim einen Wachmann mit einem Messer bedroht haben.

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AfD-Fraktionschef Nikolaus Kramer in Schwerin.

Quelle: Jens Büttner/archiv

Nostorf. Die Polizei hat einen 29-jährigen Asylbewerber im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit einem Warnschuss gestoppt und dann überwältigt. Er soll zuvor einen Wachmann in der Asyl-Unterkunft Nostorf-Horst mit einem Messer bedroht haben. Als die Polizei eintraf, sei der Asylbewerber geflüchtet, teilte das Polizeipräsidium Rostock am Freitag mit. Die Beamten verfolgten den Mann und stellten in einige 100 Meter weiter an einer Bundesstraße. Das Messer hatte er nach einem Bericht der „Schweriner Volkszeitung“ noch in Händen. Ein Polizist habe daraufhin einen Warnschuss abgefeuert, wonach der Mann überwältigt werden konnte.

Die Polizei hat die Öffentlichkeit von sich aus nicht über den Vorfall informiert, der sich den Angaben zufolge bereits am Sonnabend vergangener Woche ereignet hat. Zur Informationssperre habe man sich entschlossen, weil der Mann unter psychischen Problemen gelitten habe, hieß es. Er kam den Angaben zufolge in eine Klinik, wurde einen Tag später wieder entlassen und sitzt seit Dienstag in Untersuchungshaft. Gegen den Mann werde wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Widerstands ermittelt, schreibt die „Schweriner Volkszeitung“.

Die AfD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern erhob wegen der Informationspolitik Vorwürfe gegen die Behörden. „Die Bürger haben ein berechtigtes Interesse daran, informiert zu werden“, sagte der Fraktionsvorsitzende Nikolaus Kramer. Die Abgabe eine Warnschusses sei nicht alltäglich. Bei den Bürgern bleibe der bittere Nachgeschmack, dass etwas vertuscht werden sollte.

dpa/mv

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