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Wie sicher fühlen sich die Stralsunder?

Stralsund Wie sicher fühlen sich die Stralsunder?

Hansestadt und Präventionsverein verschicken 4000 Fragebögen

Stralsund. Wie sicher fühlen sich die Stralsunder in ihrer Hansestadt? Der Verein zur Förderung der Kriminalitätsprävention und die Stadtverwaltung wollen sich mit einer großangelegten Umfrage dazu ein Stimmungsbild verschaffen. Noch in dieser Wochen sollen 4000 Briefe mit 28 Fragen dazu in alle Stadtteile verschickt werden. Das kündigte jetzt Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Vereins Peter Bischoff an.

„Die tatsächliche Lage steht zwar alljährlich in der Kriminalitätsstatistik, aber das persönliche Gefühl der Bürger kann davon abweichen“, sagte der OB bei der Vorstellung der Fragebogenaktion. Aus seiner Sicht können diese subjektiven Eindrücke dazu beitragen, als Sicherheitsempfehlungen Probleme rechtzeitig zu erkennen und abzustellen. So ließen sich etwa dunkle Ecken auf Straßen und Plätzen der Stadt, die in den Abendstunden gemieden werden, besser beleuchten und so das Sicherheitsgefühl der Passanten verbessern. Zumindest, wenn man wüsste, wo der Wunsch dazu besteht.

Um das herauszubekommen, hat der Präventionsverein 2000 Euro aus eigenen Mitteln aufgebracht. Dazu kommt eine finanzielle Unterstützung vom Landesrat zur Kriminalitätsvorbeugung über 5000 Euro und 8000 Euro gibt die Hansestadt dazu. Diese Zahlen nannte Peter Bischoff. „Die letzte Befragung dieser Art hat es 1997/98 in Stralsund gegeben“, sagte Bischoff. Das Problem damals:

„Sie war nicht weit genug auf die einzelnen Stadtteile heruntergebrochen.“ Um diesmal repräsentative Daten zu bekommen, arbeiten Stadt und Verein der Sicherheitsstudie mit dem Institut für Psychologie der Universität Greifswald zusammen.

Wie Heino Tanschus, Leiter des Ordnungsamtes der Hansestadt, berichtete, wurden die 4000 Adressaten der Briefe nach dem Zufallsprinzip aus dem Einwohnermelderegister ausgewählt. Angeschrieben werden Stralsunder ab 14 Jahre, Frauen und Männer gleichermaßen, aufgeschlüsselt nach den Stadtteilen der Hansestadt. „Ganz wichtig ist, dass sich möglichst viele der Angeschriebenen beteiligen, um am Ende ein repräsentatives Ergebnis zu bekommen“, betonte Tanschus.

Eine Tombola soll die Teilnehmer dabei motivieren. Sie wird von bekannten Unternehmen der Stadt bestückt. Bei stockendem Rückfluss der Fragebögen sollen Ende Oktober kleine Erinnerungskärtchen verschickt werden. Damit wird zum einen denen gedankt, die sich schon beteiligt haben. Andererseits werden Säumige noch einmal auf den Fragebogen hingewiesen. Letztes Mittel: In hartnäckigen Fällen wird der Fragebogen noch einmal verschickt. Die Antworten können kostenfrei zurückgeschickt werden. Ende November wollen Stadt und Verein die Ergebnisse der Studie präsentieren.

Der Datenschutz hat bei der Aktion oberste Priorität. Hier sind sich die Beteiligten einig. Der Datenschutzbeauftragte der Hansestadt hat an der Vorbereitung mitgearbeitet. Das Prinzip: Der Fragebogen kann nicht mit dem Ausfüllenden in Bezug gebracht werden. Die Teilnahme an der Tombola erfolgt auf einem gesonderten Blatt. „Selbst die Auswerter an der Uni Greifswald können keine namentlichen Rückschlüsse auf die Teilnehmer ziehen“, versicherte Ordnungsamtschef Heino Tanschus. Nach dem Ende der Aktion werden auch die Namenslisten mit den Adressen vernichtet.

Jörg Mattern

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