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Wintereinbruch: Wenige Unfälle, aber eine Frau stirbt

Greifswald Wintereinbruch: Wenige Unfälle, aber eine Frau stirbt

Ein Mercedesfahrer geriet auf der B 105 in den Gegenverkehr

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Die Fahrerin dieses Wagens ließ bei dem tragischen Unglück ihr Leben.

Quelle: Fotos: Tilo Wallrodt (2), Peter Binder

Greifswald. Wintereinbruch auf den Straßen Vorpommerns – und die meisten Autofahrer reagieren besonnen. Dennoch gibt es einen Unfall mit tragischem Ausgang zu beklagen. Kurz bevor die Straßenglätte am Donnerstagabend einsetzte, kam es zu einem schweren Crash auf der Bundesstraße 105, bei dem eine 54-Jährige starb.

OZ-Bild

Ein Mercedesfahrer geriet auf der B 105 in den Gegenverkehr

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Ein 27-jähriger Mercedesfahrer war in Richtung Stralsund unterwegs. Kurz vor dem Abzweig nach Wackerow kam er „aus bisher unbekannter Ursache“ nach links von der Fahrbahn ab und prallte mit dem Toyota der Frau zusammen, berichtet die Polizei. Sprecherin Jana Hoffmann: „Die Straße war nass, aber nicht glatt.“ Der Wagen überschlug sich und landete deformiert im Straßengraben. Der Unfallverursacher wurde schwer verletzt ins Universitätsklinikum gebracht. Für die 54-Jährige kam hingegen jede Hilfe zu spät. Der Sachschaden wird mit 35000 Euro angegeben. Die Straße musste für drei Stunden voll gesperrt werden.

In den Abendstunden waren die Straßen dann stellenweise bereits spiegelglatt. Unfälle, die eindeutig auf die Witterung zurückzuführen sind, habe es im Großraum Greifswald aber kaum gegeben. „Meistens waren es Blechschäden in Höhe von wenigen Hundert Euro“, sagt Hoffmann. Einzig bei Anklam kam ein Lkw beim Abbiegen ins Rutschen und prallte im Lilienthalring auf der glatten, schneebedeckten Fahrbahn in die Leitplanken. Schaden: 15 000 Euro.

Um die Straßen freizuhalten, schob der Winterdienst in Greifswald nicht nur den Schnee beiseite, sondern auch Nachtschichten. Laut Einsatzleiter Christian Zumkowski sorgte der Schnee innerhalb des Stadtgebiets für keine größeren Behinderungen. Um den Schnee zu beseitigen und Straßenglätte vorzubeugen, wurden alleine am Mittwoch insgesamt 33 Tonnen Salz und sieben Tonnen Sand verbraucht und in der Fußgängerzone eine halbe Tonne Granulat gestreut. Die Lager sind aber auch weiterhin mit mehr als 400 Tonnen Salz sowie ausreichend Sand und Granulat gut gefüllt.

Andrea Reimann, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, listet auf: „Insgesamt 28 Mitarbeiter sorgen notfalls in zwei Schichten rund um die Uhr für freie Straßen. Pro Schicht sind drei Lkw, sechs Multicars, drei Kleintraktoren und ein Bagger im Einsatz.“ Insgesamt seien in den Tourenplan der Stadt 189 Kilometer Straße und 50 Kilometer Geh- und Radwege aufgenommen.

Dazu gehören nicht die verkehrsberuhigten Straßen. Dort müssen Anwohner bis zur Mitte die Straße räumen. „Die Straße ist gleichzeitig Bürgersteig“, erläutert Manfred Sell, Vorstand der Obstbausiedlungsgenossenschaft mit rund 150 Mitgliedern. Im Zuge der Verlegung neuer Abwasser- und Regenwasserleitungen wurden vor einigen Jahren auch die Straßen umgestaltet. Bürgersteige gibt es nicht mehr. „Leider kommen viele Anwohner ihren Pflichten zur Straßenräumung trotz Hinweisen nicht nach“, hat Sell beobachtet. Häufig würden 50 Zentimeter zum Gehen freigeschoben. „Es wäre gut, wenn die Stadt in der Siedlung ein Informationsblatt mit den Pflichten der Anwohner verteilte“, so Tell.

Kai Lachmann

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