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„Wir sind knapp einer Katastrophe entgangen“

Greifswald „Wir sind knapp einer Katastrophe entgangen“

Polizei ist auf der Suche nach dem Mieter der Wohnung, die in die Luft geflogen ist

Greifswald. Wo ist der Mieter der ausgebrannten Wohnung in der Ludwigsburger Wende 6b? Von ihm erhofft sich die Polizei weitreichende Antworten auf die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass es in seinen Räumen am Sonnabendnachmittag eine heftige Explosion mit anschließendem Feuer gegeben hat (die OZ berichtete).

 

OZ-Bild

Das Treppenhaus ist verrußt und muss renoviert werden.

Quelle: kl

„Wir gehen von Brandstiftung aus“, sagt Polizeisprecher Axel Falkenberg. Dafür spreche, dass Zeugen gesehen haben, wie der Mann zuvor Benzin in die Wohnung getragen habe, weil er damit angeblich „den Fußboden putzen“ wollte. Der Brandursachenermittler habe entsprechende Kanister in der Wohnung gefunden, so Falkenberg weiter. Die Polizei steht nun vor der Frage, ob die Brandstiftung fahrlässig oder vorsätzlich erfolgte. Aber egal, ob absichtlich oder nicht: „Wir sind knapp einer Katastrophe entgangen“, sagt der Sprecher. Denn zum Zeitpunkt der Explosion war niemand in der Wohnung oder in der direkten Nähe. Gemietet hatte sie ein Paar, die Frau zog aber vor zwei Wochen aus. „Unsere Ermittlungen konzentrieren sich nun auf den 58-jährigen Mann.“

Unterdessen hat die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald (WVG) als Eigentümerin des Hauses bereits Schritte eingeleitet. Zunächst wurden Mieter, deren Wohnungen durch das Feuer und das Löschwasser unbewohnbar geworden sind, in Gästewohnungen untergebracht, berichtet Andreas Koch, Leiter der Wohnungswirtschaft. Als er von dem Vorfall erfuhr, sei das erstmal ein Schock gewesen, erzählt er.

Ein Gutachter sei nun angefordert worden, um die Schadenshöhe zu ermitteln. „Fünf Wohnungen sind betroffen.“ Außerdem sei das Treppenhaus verrußt und müsse renoviert werden. In etwa zwei Wochen könnten die Arbeiten in Auftrag gegeben werden. kl

OZ

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