Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Hürden bei betriebsbedingter Kündigung während Elternzeit

Alternativen werden geprüft Hürden bei betriebsbedingter Kündigung während Elternzeit

Die Elternzeit bietet für Mitarbeiter einen speziellen Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen. Nur, wenn alle Alternativen ausgeschöpft sind, ist die Maßnahme zulässig - der Zeitpunkt der Kündigung ist nicht allein ausschlaggebend.

Voriger Artikel
Bafög lässt sich jetzt bundesweit online beantragen
Nächster Artikel
Umfrage: Fast jeder Achte fühlt sich von der Arbeit überfordert

Eine Kündigung liegt in einem Büro auf einem Kalender in Frankfurt/Oder (Brandenburg).

Quelle: Patrick Pleul (archiv)

Hannover. Die betriebsbedingte Kündigung eines Mitarbeiters in Elternzeit ist nur möglich, wenn es nach der Auszeit gar keine andere Beschäftigungsmöglichkeit mehr gibt. Dabei kommt es nicht allein darauf an, dass es zum Kündigungszeitpunkt keine freie Stelle gibt.

Es muss vielmehr ausgeschlossen sein, dass sich auch bis zum Ende der Elternzeit keine neue Beschäftigungsmöglichkeit ergibt. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein hin. Er bezieht sich auf eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen (Az.: 16 Sa 281/15).

In dem verhandelten Fall hatte eine Verkäuferin gegen ihre Kündigung geklagt. Sie war in einem Kaufhaus tätig, hatte zwei Kinder und war bis Juli 2016 in Elternzeit. Zum Jahresende 2014 wurde das Kaufhaus geschlossen und alle Mitarbeiter entlassen. Die Mitarbeiterin hielt die Kündigung jedoch für unwirksam. Sie könne nach ihrer Elternzeit auch in anderen Kaufhäusern des Unternehmens arbeiten.

Das Landesarbeitsgericht in Hannover gab der Frau Recht. Während der Elternzeit dürfe der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nicht kündigen. Es sei denn, es liege eine Genehmigung der zuständigen Arbeitsschutzbehörde vor. Die war hier zwar gegeben. Allerdings müsse bei einer Betriebsstilllegung geprüft werden, ob der Mitarbeiter in einem anderen Betrieb des Unternehmens weiterarbeiten kann. Aufgrund der Fluktuation bei dem Personal sei nicht auszuschließen, dass sich bis zum Ende der Elternzeit eine neue freie Stelle ergibt. Im Zweifel könne der Arbeitgeber deshalb erst zum Ende der Elternzeit kündigen.

dpa/tmn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Lotsen für die Schiene
Beruf mit Verantwortung: Kim Wondratschke legt elektrisch die Zugfahrstraße fest.

Fahrdienstleiter sorgen dafür, dass bei der Bahn der Alltagsbetrieb richtig funktioniert. Sie tragen enorm viel Verantwortung - was der Öffentlichkeit aber meist erst bewusst wird, wenn es zu Zugunglücken kommt wie in Bad Aibling. Ein herausfordernder Beruf im Porträt.

mehr
Mehr Ausbildung, Studium & Beruf
Infos zum Thema Wirtschaft und Umwelt

Alles Wissenswertes rund um die aktuelle Geschäftswelt, Industrie, Handel und die daraus resultierende Lebenssituation für Mensch, Tier und Pflanze. mehr

Inhalte für die Abo-Karte

Die OZ-Abo Karte bietet Ihnen attraktive Angebote bei  vielen Partnern im Verbreitungsgebiet. Als Inhaber der OZ-Abo-Karte können Sie günstiger einkaufen und tolle Angebote nutzen. Vier Mal im Jahr erscheint unser Produkt mit allen Angeboten und zahlreichen Tipps zum Sparen. Hier behalten Sie die Aktionen digital im Überblick. mehr