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Kranke Kollegen - Chef muss bei Lösung vorangehen

München Kranke Kollegen - Chef muss bei Lösung vorangehen

Fällt ein Mitarbeiter wegen Krankheit ständig aus, gibt das schnell Ärger im Team. Denn die Kollegen haben nun Mehrarbeit. Damit die Stimmung in der Abteilung nicht kippt, ist der Chef gefragt.

München. „Der ist schon wieder krank?“ - Die Kollegen sind oft nicht begeistert, wenn jemand andauernd ausfällt. Klar: Für viele gilt der Grundsatz „Krank ist krank“. Doch wenn sie dann durch die Krankheit des Kollegen Überstunden schieben müssen, ist das Gemurre schnell groß.

Damit nun die Stimmung nicht kippt, ist der Chef gefragt. Kommunikationsberaterin Sabine Neuwirth gibt drei Tipps:

Rasch ansprechen: Viele Vorgesetzte hätten die Tendenz, das Problem auszusitzen, denn ein Gespräch mit dem betroffenen Kollegen sei unangenehm. Das delegiere jedoch die Verantwortung für das Problem an das Team. „Das Team allein kann so etwas nicht lösen“, sagt Neuwirth. Wichtig sei, dass der Vorgesetzte vorangeht, denn fehlende Führung demotiviere die Abteilung.

Unterstützung anbieten: Wirth rät, dass der Chef dem Mitarbeiter, der ständig krank ist, in einem Gespräch zunächst einmal Unterstützung anbietet. Was können er oder die Kollegen machen, damit sich die Situation ändert? Möglicherweise gibt es Probleme im Team, die der Chef lösen kann. In vielen Fällen bringt das schon eine Verbesserung. Häufig kommt dabei auch heraus, dass der Kollege gerade etwa private Probleme hat, dass das aber eine Phase ist, die irgendwann auch enden wird.

Transparent machen: In einem dritten Schritt sollte der Vorgesetzte dann das Team mitnehmen. Hier ist es gut, wenn er von dem Mitarbeiter die Zustimmung erhält, die Gründe für die vielen Fehltage in der Abteilung zu kommunizieren. Denn muss jemand zum Beispiel gerade einen kranken Angehörigen pflegen und ist an der Belastungsgrenze, haben viele Kollegen Verständnis und unterstützen denjenigen. Chefs sollten dann klarmachen: „Wir müssen zusammenhalten und das geht bis dann und dann“, sagt Neuwirth. Wichtig sei, den Teamgeist hochzuhalten.

dpa/tmn

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