Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Sprühregen

Navigation:
Mit Baby im Bauch im Job: Rechte von Schwangeren

Köln Mit Baby im Bauch im Job: Rechte von Schwangeren

Wenn Frauen ein Kind erwarten, ändert sich für sie vieles - auch im Job. Aufgaben können unter Umständen nicht mehr ausgeführt werden und auch der Resturlaub bleibt zu klären. Was Schwangere dazu wissen sollten.

Köln. Schwangere werden vom Gesetzgeber besonders geschützt. Das Mutterschutzgesetz regelt, welche Rechte sie haben. Nathalie Oberthür, Rechtsanwältin in Köln, erklärt einige wichtige Punkte:

Kündigungsschutz: Sobald eine angestellte Frau weiß, dass sie ein Kind erwartet, gilt für sie Kündigungsschutz. Selbst wenn der Arbeitgeber kündigt, bevor er von der Schwangerschaft erfährt. „Dann hat die Frau zwei Wochen Zeit, ihm mitzuteilen, dass sie schwanger ist.“ Dann ist die Kündigung unwirksam. Bis vier Monate nach der Geburt des Kindes gilt der Kündigungsschutz.

Arbeitsaufgaben: Regelmäßig Lasten über fünf Kilo heben, Fließbandarbeit mit vorgeschriebenen Tempo, Maschinen mit einem Fußantrieb bedienen - das und noch einiges mehr dürfen Schwangere laut Gesetz nicht mehr machen. Der Chef hat dann durchaus Möglichkeiten, andere Tätigkeiten zuzuweisen. So kann es sein, dass eine Chemielaborantin Büroarbeit erledigen soll, obwohl das in ihrem Arbeitsvertrag nicht festgehalten ist, so Oberthür.

„Der Arbeitgeber hat dann etwas mehr Möglichkeiten und kann etwa auch geringerwertige Tätigkeiten beauftragen.“ Wie weit er genau von den Tätigkeiten des Arbeitsvertrags abweichen kann, sei einzelfallabhängig. Findet sich gar keine Alternativbeschäftigung, wird die Schwangere mit einem Beschäftigungsverbot freigestellt - und hat Anspruch auf das volle Gehalt.

Resturlaub: Sechs Wochen vor der errechneten Geburt beginnt die Mutterschutzzeit spätestens. Schwangere Frauen müssen danach nicht mehr arbeiten, ausgenommen wenn sie sich ausdrücklich dazu bereitet erklären. Ihre restlichen Urlaubstage müssen die Frauen nicht vor dem Mutterschutz und ihrer folgenden Elternzeit abbauen. „Den Resturlaub kann man auch ans Ende der Elternzeit hängen“, sagt Oberthür.

Benachrichtigung: Wann sagt man es dem Chef? Diese Frage treibt viele schwangere Frauen um. Man sollte es sagen, sobald man es weiß, heißt laut Oberthür die gesetzliche Empfehlung. Doch Folgen hat eine Verletzung dieser Pflicht keine. „Es ist einem deshalb selbst überlassen, wann man es dem Vorgesetzten sagt“, stellt sie klar. Allerdings sollte man fair sein und es nicht zu spät sagen, damit das Unternehmen für die Abwesenheit rechtzeitig planen kann.

dpa/tmn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Bielefeld

Um motiviert zur Arbeit zu gehen und gute Leistungen zu erbringen, brauchen Mitarbeiter nicht viel. Doch worauf kommt es an? Teamleiter sollten auf vier Punkte achten, erklärt ein Arbeitspsychologe.

mehr
Mehr aus Studium und Beruf
Infos zum Thema Wirtschaft und Umwelt

Alles Wissenswertes rund um die aktuelle Geschäftswelt, Industrie, Handel und die daraus resultierende Lebenssituation für Mensch, Tier und Pflanze. mehr

Inhalte für die Abo-Karte

Die OZ-Abo Karte bietet Ihnen attraktive Angebote bei  vielen Partnern im Verbreitungsgebiet. Als Inhaber der OZ-Abo-Karte können Sie günstiger einkaufen und tolle Angebote nutzen. Vier Mal im Jahr erscheint unser Produkt mit allen Angeboten und zahlreichen Tipps zum Sparen. Hier behalten Sie die Aktionen digital im Überblick. mehr