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Checkliste zum Neustart: Fragen für angehende Gründer

Plan für die Selbstständigkeit Checkliste zum Neustart: Fragen für angehende Gründer

Krankenversicherung, Gründungszuschuss, Kundenakquise: Wer aus der Festanstellung in die Selbstständigkeit wechselt, sieht sich plötzlich einem Berg neuer Probleme gegenüber. Den abzuarbeiten, ist nicht unmöglich - etwas Zeit sollten Gründer dafür aber einplanen.

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Ohne Plan keine Gründung: Wer den Sprung in die Selbstständigkeit wagt, muss sich vorher einige Gedanken machen.

Quelle: Christin Klose/dpa-Tmn

Hamburg. „Ich schmeiß hin und mach mich selbstständig.“ Gedacht haben das viele Berufstätige schonmal. Tatsächlich wagen den Sprung ins Selbstständigen- oder Freiberuflerdasein weniger. Wer sich mit den folgenden sieben Fragen auseinandersetzt, hat eine gute Grundlage für eine Gründung:

Will ich das wirklich?

Im Zorn kündigen und als eigener Chef neu anfangen: Das klingt verlockend, ist aber genau falsch. „Die Gründung sollte immer positiv motiviert sein“, sagt die Hamburger Karriereberaterin Svenja Hofert. Zudem sagt sie: Am besten gelingt der Start in die Freiheit, wenn es nicht Knall auf Fall geht, sondern schrittweise - mit etwas Freiberuflichkeit nebenher zum Beispiel.

Habe ich genug Zeit?

Es gibt einiges an Formularen auszufüllen, zu regeln, zu organisieren und zu beantragen. Ein Zeitaufwand, den man nicht unterschätzen sollte: „Ein Monat ist vermutlich zu knapp, zwei bis drei braucht man dafür in der Regel schon“, sagt Andreas Lutz, Vorsitzender beim Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD).

Habe ich einen Plan?

Die Antwort auf diese Frage sollte besser „Ja“ sein, denn ohne geht es nicht. Einen Businessplan zu schreiben ist das A und O der Gründung, so Lutz: „Und zwar wirklich zu schreiben, nicht bloß zu kopieren.“ Für viele Gründungen gibt es im Netz zwar Vorlagen. Wer die blind übernimmt, setzt sich mit den vielen wichtigen Fragen, die ein solcher Plan enthält, aber gar nicht auseinander.

In was will ich investieren?

Die meisten Gründer werden gerade am Anfang jeden Euro zweimal umdrehen. Der Impuls ist nachvollziehbar, aber nicht unbedingt richtig. „Natürlich brauche ich nicht gleich teure Büroräume“, sagt Lutz. „Aber ein Coworking-Platz statt des Home Office kann die paar 100 Euro schon wert sein.“ Auch ein Steuerberater oder ein Buchhaltungsbüro lohnt sich oft schon von Anfang an.

Wovon will ich leben?

Auch wer nichts oder wenig investiert, braucht für den Start Geld - allein schon, um die Miete und den Lebensunterhalt zu bezahlen. Hinzu kommen weitere Kosten, etwa für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung. Und die sind oft happig: „Unter 400 Euro pro Monat geht es meistens nicht“, sagt Lutz.

Wer unterstützt mich?

Zur Überbrückung der schwierigen Gründungsphase gibt es verschiedene Fördermaßnahmen, allen voran den Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit. Anspruch darauf haben laut Agentur alle Gründer, die aus der Arbeitslosigkeit in eine selbstständige Tätigkeit wechseln. Daran zu kommen, kann aber knifflig sein.

Wer beantwortet meine Fragen?

Nicht nur für den Antrag auf Gründungszuschuss lohnt sich der Besuch bei einem Gründungsberater: Denn er kennt vielleicht auch noch andere Fördermaßnahmen, er prüft den Businessplan auf Herz und Nieren und weiß um sonstige Fallstricke. Einen Überblick über existierende Angebote gibt es beim Bundeswirtschaftsministerium.

dpa/tmn

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