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Millionen in Teilzeit und Befristung

Mehr atypisch Beschäftigte Millionen in Teilzeit und Befristung

Befristet, in Teilzeit und geringfügig bezahlt - diese Form der Arbeit hat sich in den vergangenen Jahren weiter ausgebreitet. Die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken gibt Aufschluss über die jüngsten Entwicklungen auf dem Jobmarkt.

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Die Zahl der Beschäftigten in Teilzeit bis 20 Wochenstunden ist seit 1996 von 3,2 auf 4,8 Millionen gestiegen.

Quelle: Angelika Warmuth/dpa

Berlin. Mehr als jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland arbeitet nicht in einem traditionellen Arbeitsverhältnis. Der Anteil der atypisch Beschäftigten ist innerhalb von 20 Jahren von 15 auf 20,7 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Mit atypischer Beschäftigung sind befristete oder Teilzeitjobs, geringfügig Beschäftigte und Zeitarbeitnehmer gemeint. Die Zahlen der Regierungsantwort stammen vom Statistischen Bundesamt und sind von diesem bereits veröffentlicht.

Der Anteil der atypischen Beschäftigung nahm dabei seit 1996 kontinuierlich auf 22,6 Prozent im Jahr 2007 zu. Sie nahm dann wieder ab, erreichte 2010 erneut diesen Höchstwert und sank danach wieder.

Insgesamt ist der Zuwachs bei den abhängig Beschäftigten somit vor allem auf die Zunahme von atypischer Beschäftigung zurückzuführen. Denn die Zahl der sogenannten Normalarbeitnehmer mit mindestens 20 Wochenstunden und unbefristetem Vertrag nahm binnen 20 Jahren nur von 24,8 auf 25,6 Millionen zu - die der atypisch Beschäftigten stieg deutlich stärker, von rund 5 auf 7,7 Millionen 2016.

Bei der Leiharbeit gab es dabei einen Anstieg auf 737 000 und bei geringfügiger Beschäftigung auf 2,2 Millionen Beschäftigte. Die Zahl der befristet Beschäftigten ist seit 1996 von 1,9 auf 2,7 Millionen gewachsen, die der Beschäftigten in Teilzeit bis 20 Wochenstunden von 3,2 auf 4,8 Millionen. Allerdings lagen die Werte bei all diesen Gruppen, zwischen denen es Überschneidungen gibt, zwischenzeitlich auch deutlich höher als im vergangenen Jahr.

Die Linken-Abgeordnete Jutta Krellmann, die die Anfrage gestellt hatte, sieht die Lage der Beschäftigten als deutlich schlechter an als vor 20 Jahren. „Die gute wirtschaftliche Lage trägt nicht dazu bei, dass die prekären Ränder kleiner werden“, sagte sie. Eine „Zone der Unsicherheit“ sei zementiert.

Deutlich gesunken ist seit 1996 allerdings auch die Arbeitslosigkeit - laut Bundesagentur für Arbeit von 3,97 auf 2,69 Millionen Arbeitslose im Jahresdurchschnitt. Der Anteil der Arbeitslosen an allen Erwerbspersonen sank von 10,4 Prozent auf einen Niedrig-Rekordwert von 6,1 Prozent 2016. Experten führen dies auch auf die Agenda 2010 von Ex-Kanzler Gerhard Schröder zurück, die unter anderem mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt brachte. Zuletzt lag die Arbeitslosigkeit zum Sommerende bei einem Rekordtief von 2,45 Millionen. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,5 Prozent.

dpa

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