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Mit Zahl im Kopf: Gehaltsverhandlung gut vorbereiten

Datenbank und Steuerrechner Mit Zahl im Kopf: Gehaltsverhandlung gut vorbereiten

„Ich hätte gerne mehr Geld.“ - „Wie viel denn?“ Vor Gehaltsverhandlungen sollten sich Arbeitnehmer eine gute Antwort auf diese Frage zurechtlegen. Die zu finden, ist aber gar nicht so leicht - und wer zu hoch pokert, landet schnell auf der Nase.

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Gehaltsverhandlungen haben mehr Aussicht auf Erfolg, wenn sich Mitarbeiter vorher eine genaue Summe überlegen.

Quelle: Andrea Warnecke/dpa-Tmn

Dortmund. Wer den Chef nach mehr Geld fragt, sollte dabei möglichst eine konkrete Vorstellung im Kopf haben. „Ohne ist man immer in einer schlechten Verhandlungsposition“, sagt der Karriereberater Thorsten Knobbe. „Da ist die Gefahr groß, dass man sich mit zu wenig abspeisen lässt.“

Doch welche Zahl ist die richtige? Fragen und Antworten dazu im Überblick:

Welches Gehalt soll ich verlangen?

Zur Orientierung können etwa Gespräche mit Kollegen dienen, für viele Branchen gibt es auch Gehaltsdatenbanken und Vergleichsstudien im Netz. Die seien allerdings mit Vorsicht zu genießen, warnt Knobbe. „Das sind Durchschnittswerte, meiner Erfahrung nach landen die in vielen Fällen etwas zu hoch.“ Und wer in einem Unternehmen mit Tarifvertrag arbeitet, hat ohnehin feste Gehaltsstufen vorgegeben.

Was ist, wenn es für meinen Job keine Orientierung gibt?

Wer keine Vergleichswerte findet, kann sich mit Faustregeln helfen. Wechselt man zum Beispiel von einem Unternehmen zum anderen, sind 15 bis 20 Prozent mehr Gehalt ein guter Richtwert. „Innerhalb eines Unternehmens ist das aber schlecht realisierbar“, sagt Knobbe. Wer nicht gerade auf eine Führungsposition aufsteigt, sollte daher deutlich niedriger zielen, auf 5 Prozent mehr zum Beispiel.

Lohnt sich das dann überhaupt?

Eventuell nicht. Auf jeden Fall rät Knobbe, die Zahl vor dem Gespräch einmal durch einen Steuerrechner zu jagen: So sieht man vorher, ob die böse Überraschung der kalten Progression droht, die aus mehr brutto weniger netto macht. Eventuell kann das sogar ein Argument in der Verhandlung sein, mit dem sich noch ein paar mehr Euro herausschlagen lassen.

Sollte ich nicht lieber hoch einsteigen - und mich dann herunterhandeln lassen?

Eher nicht, sagt der Experte. Denn das wirkt schnell gierig oder verzweifelt - beides keine Eindrücke, die man im Gespräch mit dem Chef hinterlassen möchte. „Sie deklassieren sich da schnell als inkompetent“, warnt Knobbe - weil man zum Beispiel zeigt, dass man von den Gepflogenheiten in Branche und Unternehmen keine Ahnung hat.

Kann ich statt mehr Geld auch andere Boni fordern - eine Arbeitszeitverkürzung zum Beispiel?

In der Regel sollten Arbeitnehmer das trennen. „Die Motivation für eine Verkürzung ist ja meist anders als für mehr Gehalt“, sagt Knobbe. Das dann im Gespräch argumentativ zu verknüpfen, dürfte schwierig werden. Einzige Ausnahme: Wer kürzertreten will, um die Kinder zu betreuen, kann stattdessen auch mehr Geld verlangen - um Freiräume für den Partner oder eine Kinderbetreuung zu schaffen, wie Knobe erklärt. „Eventuell sind dann sogar größere Gehaltssprünge denkbar.“

dpa/tmn

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