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Mütter gründen mit Rücksicht auf die Familie

Existenzgründung Mütter gründen mit Rücksicht auf die Familie

Immer mehr Mütter wagen den Schritt in die Selbstständigkeit. Der eigene Chef sein, eigene Ideen umsetzen und Arbeitszeiten mit der Familie vereinbaren können - es sind vielfältige Gründe, die zu diesem Anstieg geführt haben.

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Unter Existenzgründern finden sich vermehrt Mütter. Photo: Uwe Anspach/dpa

Quelle: Uwe Anspach

Frankfurt/Main. Immer mehr Existenzgründer sind Frauen - und häufig handelt es sich dabei um Mütter. Das zeigt eine Analyse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Frauen mit Kindern gehen bei der Unternehmensgründung demnach etwas anders vor als kinderlose Frauen - und auch als Männer, ob mit oder ohne Kinder. So setzen sich Mütter zum Beispiel klare Grenzen, wenn es um die Wochenarbeitszeit geht: Sogenannte Vollerwerbs-Gründerinnen mit Kindern arbeiten im Schnitt 36 Stunden pro Woche. Bei den kinderlosen Frauen sind es dagegen 47, bei den Männern sogar 52 Stunden.

Viele Mütter gründen aber nicht trotz ihrer Familie - sondern gerade deswegen: Fast drei Viertel der Gründerinnen mit Kindern (72 Prozent) haben sich selbstständig gemacht, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. 71 Prozent der Mütter gründen außerdem ohne Partner und Mitarbeiter, unter den kinderlosen Frauen sind es sogar 77 Prozent. Männer sind dagegen nur zu 59 Prozent solo-selbstständig.

Insgesamt ist die Zahl der Existenzgründungen nach Angaben der KfW seit 2002 dramatisch gesunken, von gut 1,46 Millionen auf etwas über 670 000 im Jahr 2016. Der Frauenanteil ist im selben Zeitraum aber gestiegen, von 34 auf 40 Prozent. Gut 40 Prozent der weiblichen Gründer sind Mütter. Insgesamt liegt der Anteil von Frauen mit Kindern unter den Gründern bei 16 Prozent.

dpa/tmn

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