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„Nicht katzbuckeln“: Gespräche mit dem Chef meistern

Hamburg „Nicht katzbuckeln“: Gespräche mit dem Chef meistern

Beim Gespräch mit Vorgesetzten will man freundlich und bestimmt wirken. Für viele ist das leichter gesagt als getan. Wie gelingt es?

Hamburg. Gespräche mit dem Chef oder höher gestellten Kollegen machen viele nervös. Ausstrahlen will man die Nervosität aber nicht. Was hilft in solchen Situationen?

Natürlichkeit bewahren: Stehe ich aufrecht? Schaue ich offen und interessiert? In Gesprächen zu sehr auf die eigene Körperhaltung und Ausstrahlung zu achten, kann einen verkrampfen lassen. Am Ende wirkt das Verhalten gestellt. „Man sollte sich natürlich geben, so wie man ist“, sagt Johannes Ruppel, Kommunikationstrainer in Hamburg.

Spannungen abklären: Manche verkrampfen beim Gedanken daran, mit ihrem Vorgesetzten zu sprechen. Locker und natürlich sein, fällt dann schwer. Ruppel rät in dem Fall zur Ursachenforschung. Woran liegt es, dass man sich fürchtet? Hat es mit der eigenen Arbeit zu tun, oder ist es ein Aspekt im Verhalten des Chefs? Das grundlegende Verhältnis zum Vorgesetzten sollten Angestellte aktiv gestalten. Das heißt auch, wahrgenommene Spannungen anzusprechen und zu klären.

Eigenen Wert verinnerlichen: Nicht immer ist der Draht zum Vorgesetzten direkt genug, um ein Verhältnis aufzubauen. In einem großen Betrieb begegnet man den Vorgesetzten auf den allerhöchsten Hierarchiestufen nur selten. Ein Trick, um auch bei solchen Treffen zu bestehen, lautet: Sich seines Wertes für das Unternehmen bewusst sein. Das helfe, selbstbewusst zu bleiben, sagt Ruppel. Er warnt auch hier vor gekünsteltem Verhalten. „Immerzu beflissentlich lächeln und katzbuckeln, das kommt nicht gut an.“

Gespräch führen: Prinzipiell gilt, dass die Person ein Gespräch führt, die die Gesprächssituation herbeiführt, erklärt Ruppel. Das heißt: Lädt der Chef ein, bestimmt er Thema und Richtung. Anders ist es, wenn man selbst um ein Gespräch bittet. Dann muss auf freundliche und bestimmte Weise das eigene Anliegen angesprochen werden. Da hilft ein klarer roter Faden im Kopf. Es ist ratsam, die Gedanken vorher zu notieren und den Fokus auf ein bestimmtes Thema zu legen. Auch das gewünschte Ergebnis sollte einem klar vor Augen sein.

Kleidung beachten: In allen Unternehmen gibt es bestimmte Konventionen beim Dresscode. Manche handhaben es ganz leger, bei anderen wird Anzug getragen. „Den Konventionen passt man sich besser an“, rät Ruppel. So fällt die Gesprächsaufnahme leichter. Denn schon durch die Kleidung signalisiert man: Wir sitzen im selben Boot.

dpa/tmn

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