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Wie Berufstätige konstruktiv mit Stress umgehen

Freund statt Feind Wie Berufstätige konstruktiv mit Stress umgehen

Anstrengend und auslaugend: Stress verbinden viele mit unangenehmen Gefühlen. Dabei kann er auch die gut gemeinte Warnung sein, dass es zu viel wird. Wie man mit großem Druck leichter umgeht, erklärt ein Coach für Stressprävention auf der Bildungsmesse Didacta.

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Schnell runterkommen: Bei großem Stress hilft es Berufstätigen, sich ein paar Minuten lang auf ihren Atem zu konzentrieren.

Quelle: Christin Klose/dpa-Tmn

Stuttgart. Schon wieder total im Stress! Mancher ärgert sich über sich selbst, wenn er wieder einmal von seiner To-do-Liste überfordert ist.

„Man sollte versuchen, sich hier freundlich zu betrachten“, sagte Mona Henken-Mellies, Coach zum Thema Stressprävention, auf der Bildungsmesse Didacta (14. bis zum 18. Februar) in Stuttgart dem dpa-Themendienst. Stress sehe man am besten als die gut gemeinte Warnung eines Freundes, dass man gegensteuern muss. Doch was hilft konkret, wenn wieder einmal alles zu viel wird?

4-4-4-Regel: Müssen Berufstätige in einer stressigen Situation schnell einen kühlen Kopf bekommen, hilft ihnen die 4-4-4-Regel. „Das steht für vier Sekunden einatmen, vier Sekunden ausatmen, und das Ganze macht man für vier Minuten“, erklärte Henken-Mellies. Die Konzentration auf die Atmung lenkt die Gedanken weg vom Stress - das beruhigt. Außerdem wird die Atmung mit der Zeit tiefer und wandert von der Brust ins Zwerchfell. Das tue ebenfalls gut.

Back-Power: Wenn es richtig viel wird im Job, kämpfen viele mit Nacken- und Schulterverspannungen. Hier tue es gut, die Muskulatur fest anzuspannen, um anschließend die Entspannung der Muskeln spüren zu können, sagte Henken-Mellies. Dafür aufrecht hinstellen, die Füße hüftbreit auseinander und den Po anspannen. Dann die Arme seitwärts auf Schulterhöhe ausstrecken, so dass der Körper ein Kreuz bildet. Die Handflächen zeigen zunächst nach vorne und die Daumen nach oben. Nun wippt man zehn Mal mit den Armen etwa zehn Zentimeter nach hinten, dann zehn Mal nach vorne. Die Armmuskeln sind fest angespannt.

Dann das Ganze wiederholen, dieses Mal zeigen die Handflächen nach hinten und die Daumen nach unten. Dann das Ganze noch mal wiederholen, nun zeigen die Handflächen nach unten und die Daumen nach vorne. Das macht man drei Minuten lang, am besten zu schneller Musik. „Die Bewegung schmerzt am Ende fast“, erklärte Henken-Mellies. Doch danach fühle sich die Nacken- und Schulter-Region deutlich besser an.

Dankbarkeitstagebuch: Bei großem Stress haben viele irgendwann nur noch schlechte Laune. Man dreht sich mit seinen negativen Gedanken im Kreis. Hier sei es sinnvoll, jeden Abend drei Dinge zu notieren, die an diesem Tag gut gelaufen sind, riet Henken-Mellies. Das lenke den Blick auf das Positive.

dpa/tmn

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