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Auch Helm vom Discounter schützt Radler

Berlin Auch Helm vom Discounter schützt Radler

Ein Helm kann den Kopf des Radlers bei einem Unfall schützen. Beim Kauf sollten Fahrradnutzer aber mehr auf die Passform als auf einen hohen Preis schauen. Und es gibt beim Helmkauf noch mehr zu beachten.

Berlin. Ein Fahrradhelm muss nicht teuer sein: „Auch ein Helm vom Discounter ist gut und schützt“, urteilt Simon Wagner von der Deutschen Verkehrswacht (DVW). „Jeder Helm ist besser als kein Helm, und grundsätzlich sind alle in der EU verkauften Helme gemäß DIN EN 1078 geprüft“.

Damit dürfen sie das CE-Kennzeichen tragen, auf das Verbraucher beim Kauf eines Helmes unbedingt achten sollten. Wichtig ist es auch, im Geschäft die richtige Passform zu finden.

Bereits vor dem Helmkauf sollten Radler ein paar Fragen klären - zum Beispiel die, wie der Helm genutzt werden soll. Sportliche Fahrer benötigen durch ihre Sitzposition einen anderen Schnitt als zum Beispiel Tourenradler. „Ein aufrecht sitzender Tourenfahrer kann einen Helm tragen, der auch im Nackenbereich weiter heruntergezogen ist und somit einen besseren Schutz bieten kann“, sagt Wagner. Für lange Strecken sollte der Helm „komfortabel und gut durchlüftet sein, damit er auch nach langer Tragezeit nicht drückt.“ Die Durchlüftung ist gerade für ältere Radler wichtig. Für kurze Strecken könne man dagegen durchaus auch auf geschlossene Modelle zurückgreifen.

Sind einige Favoriten in der Auswahl, geht es um die Passform. Der Helm sollte gerade auf dem Kopf sitzen und die Stirn bedecken. Dabei darf er nicht drücken, sollte sich aber auch nicht verdrehen lassen. „Bereits ohne angelegten Kinngurt muss ein Helm gut sitzen. Der Kinngurt soll dann nur noch das Abhebeln des Helms verhindern“, erläutert Wagner. Wichtig sei es außerdem darauf zu achten, dass sich der Verschluss leicht öffnen und schließen lässt.

Bei Kindern ist es wichtig, keine Helme zu kaufen, in die sie noch hereinwachsen sollen. Liegt die Tochter oder der Sohn genau zwischen zwei Größen, ist laut DVW der größere Helm ratsam, da man ihn ja noch feinjustieren kann. „Ein Helm für Kinder ist auch beim Bobbycar oder Roller sinnvoll. Nur auf dem Spielplatz sollte er wegen der Strangulationsgefahr unbedingt abgenommen werden“, sagt Wagner.

Durchschnittliche Markenhelme für Kinder kosten laut Wagner zwischen 30 und 50 Euro, Erwachsene investieren rund 80 Euro. Nach einem Sturz rät die DVW, den Helm umgehend zu tauschen. Da die UV-Strahlung den Schutz mindert, sollte man Helme generell alle fünf Jahre wechseln.

dpa/tmn

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