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Geländewagen in Genf: Der große Erfolg der kleinen SUVs

Genf Geländewagen in Genf: Der große Erfolg der kleinen SUVs

Auf dem Genfer Autosalon stehlen die kleinen Geländewagen ihren großen Brüdern die Schau: Viele Hersteller setzen auf kompakte oder noch weiter geschrumpfte SUVs.

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Tritt gegen BMW X1 oder Mercedes GLA an: der Audi Q2. Serienmäßig hat er ein radargestütztes Notbremssystem.

Quelle: Nicolas Blandin

Genf. Lange galten SUVs ausschließlich als spritschlürfende Dinosaurier, die Parkplätze im Doppelpack belegen und massig Abgase heraustrompeten. Kraftprotze wie der Porsche Cayenne Turbo S mit 570 PS und 284 km/h Spitzentempo finden zwar immer noch viele Käufer.

Aber gerade bei den Kleinen tut sich was: Viele Hersteller setzen auf kompakte SUVs, wie auf dem Genfer Autosalon (Publikumstage 3. bis 13. März) zu sehen ist.

Bei VW meint man fast, Steine der Erleichterung zu hören, die auf den Messeboden plumpsen: darüber, vor allem kleine Autos zu zeigen, so kurz nach dem Abgasskandal. Doch kaum war ein VW auf der Bühne, stürmte ein Aktivist hinauf und wollte eine Art Schummelbox unter dem Auto verstecken. Da war er dann wieder, der Abgasskandal.

Doch schnell ging es weiter im Programm: Auftritt der SUV-Cabrio-Studie T-Cross Breeze im Polo-Format. Laut VW-Entwicklungsvorstand Frank Welsch ist das Auto Bestandteil einer SUV-Offensive. Man wolle zwei SUV oberhalb und zwei unterhalb des Tiguans positionieren. Der 4,13 Meter lange und fast 1,80 Meter breite Breeze wirkt durch seinen breiten Grill und die schmalen LED-Scheinwerfer bullig. Auch das Heck prägt eine breite Haube.

Parat steht ein 1,0-Liter-Turbobenziner mit 81 kW/110 PS. Er bringt das Auto in 10,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und maximal auf 188 km/h. Den Verbrauch für den Fronttriebler gibt VW mit 5,0 Litern und den CO2-Ausstoß 115 g/km an.

Bei Audi steht der Q2 im Rampenlicht, der gegen BMW X1 oder Mercedes GLA antritt. Zum Heck läuft das Dach flacher aus und deutet eine leicht coupéhafte Silhouette an. Der Gepäckraum fasst bis zu 1050 Liter. Angeboten werden drei Benziner und drei Diesel von 85 kW/116 PS bis 140 kW/190 PS. Kleinster Motor ist ein Dreizylinder-Benziner mit einem Liter Hubraum. Für die größeren Motoren nimmt Audi Allradantrieb mit ins Programm, teils serienmäßig. Ab Mitte des Jahres bestellbar, startet der Q2 im Herbst.

Konzernschwester Seat will mit dem Ateca ab Juli punkten. Das erste SUV steht auf der gleichen Plattform wie der VW Tiguan, ist aber mit 4,36 Metern Länge kompakter. Ein Dreizylinder-Benziner mit einem Liter Hubraum markiert den Start der Motorenpalette, er leistet 85 kW/115 PS. Eine Doppelkupplung und Allradantrieb liefern die Spanier gegen Aufpreis. Die Preise beginnen bei 19 990 Euro für den Benziner.

Kia führt den neuen Niro mit Hybridantrieb ins Feld. Den Fünfsitzer treibt ein Gespann aus einem 1,6-Liter-Benziner mit 77 kW/105 PS und einem Elektromotor von 32 kW/44 PS an. Auf 100 Kilometer benötigt der Niro laut Kia kombiniert 3,9 Liter und stößt 89 g/km CO2 aus. Rein elektrisch kann er nur wenige hundert Meter bewältigen. Marktstart soll im dritten Quartal sein, Preise sind noch nicht bekannt.

Toyota zeigt den C-HR, der sich mit seiner coupéartigen Linienführung recht nah an den Konzeptstudien orientiert. Neben einem 1,2-Liter-Benziner mit 85 kW/115 PS gibt es ihn mit Hybridsystem. Mitsubishi zeigt als kompakte Europapremieren das SUV ASX mit Markteinführung im Herbst und die allradgetriebene elektrische Studie eX Concept. Ihre Reichweite soll 400 Kilometer betragen.

Auf dem Stand von Ford ist der renovierte Kuga zu sehen. Die Designer haben dem Kompakten eine neue Front- und Heckpartie gezeichnet. Den alten 2,0-Liter-Diesel ersetzt nun ein Vierzylinder mit 1,5 Liter Hubraum, der aber ebenfalls 88 kW/120 PS leistet. So soll der Kuga sich lediglich 4,4 Liter genehmigen und dabei 115 g/km CO2 ausstoßen. Bestellbar ab Sommer, liefert ihn Ford ab Anfang 2017 aus.

Ab Spätsommer fährt das Facelift des Opel Mokka vor. Opel hat ihm nicht nur eine neue Optik, einen neuen Motor und mehr Ausstattung spendiert. Fortan trägt der Mokka ein X im Namen, wie alle kommenden SUVs und Crossover des Herstellers. Motorenseitig sticht ein 1,4 Liter großer Benzin-Direkteinspitzer mit Turbolader hervor, der 112 kW/152 PS leistet. Mit sechsstufiger Automatik und Allradantrieb soll er sich mit 6,6 Litern begnügen und 154 g/km CO2 ausstoßen.

Ohne ein Work-out wollte auch Peugeot den 2008 nicht länger in den Großstadtdschungel schicken. Durch die neue Front und breitere Kotflügel wirkt er kräftiger. Drei Benziner und drei Diesel können Kunde nordern. Sie reichen von 60 kW/82 PS bis 96 kW/130 PS und verbrauchen laut Peugeot 3,5 bis 4,9 Liter (90 bis 114 g/km CO2).



dpa

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