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Kindersitze im Test: Drei Viertel schneiden „gut“ ab

Sicherheit für Kinder im Auto Kindersitze im Test: Drei Viertel schneiden „gut“ ab

Kindersitze sollen die kleinen Passagiere sicher im Auto transportieren. Das tun auch die meisten, wie die Stiftung Warentest festgestellt hat. Unter den 16 geprüften Sitzen sind 12 „gute“. Zwei fallen aber mit einem „Mangelhaft“ durch.

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Baby an Bord: Die meisten Kindersitze fürs Auto sind „gut“, wie Stiftung Warentest ermittelt hat.

Quelle: Silvia Marks/dpa-Tmn

Berlin. Bei Kindersitzen wollen Eltern auf Nummer sicher gehen. Allzu viele Ausreißer nach unten gibt es dabei nicht, wie ein Test von ADAC und Stiftung Warentest zeigt („test“-Ausgabe 11/2017).

So schneiden 12 der 16 Sitze mit „gut“ ab. Vom Preis muss die Qualität auch nicht abhängen. Gute Sitze sind zwischen 140 und 700 Euro zu bekommen. Zwei weitere Modelle sind „befriedigend“.

Allerdings fielen zwei Sitze mit einem „Mangelhaft“ durch. Das hat die Stiftung Warentest bereits im Juli vorab veröffentlicht. Der „Recaro Optia mit Smart Click Base“ löste sich beim Frontalcrash von seiner Basis. Der geprüfte „Jané Grand“ riss aus der Verankerung. Recaro verkauft das betreffende Modell nicht mehr und tauscht vorhandene Exemplare aus. Jané hält sein Modell weiterhin für sicher, wie die Stiftung Warentest berichtet. Der Hersteller belasse das Modell im Programm, biete aber eine kostenlose Reparatur an.

Zu den Testkandidaten zählen sowohl Sitze der i-Size-Norm ECE R 129 nach Körpergröße als auch solche, die nach Körpergewicht zugelassen sind (ECE R 44). Sind Kinder jünger als zwölf Jahre oder kleiner als 1,50 Meter, schreibt der Gesetzgeber für sie einen Kindersitz fürs Auto vor. Ein einziger Sitz von Geburt an reicht in der Regel nicht aus. So habe die Stiftung Warentest bisher noch kein Modell gefunden, das über diese lange Spanne gleich gut geeignet ist.

Als Faustformel gelte: Babys und Kleinkinder sollten mindestens bis zum Alter von etwa 15 Monaten nur rückwärts gerichtet in einer Babyschale im Auto mitfahren. Erst dann könnten sie ihren Kopf selbst stüzten. Spätestens wenn der Kinderkopf über den Schalenrand herausragt, müsse ein größerer Sitz her. Einige der größeren Sitze können etwa über das Verstellen der Rückenlehnhöhe mitwachsen. Allgemein sollten Kindersitze möglichst lange entgegen der Fahrtrichtung montiert werden, um das Verletungsrisiko zu reduzieren.

Dazu eigene sich etwa ein i-Size-Sitz, der dies bis zu einer Größe von 1,05 Metern ermöglicht. Dann seien Kinder ungefähr vier Jahre alt. Allerdings: Oft sind die Beine der Kinder schon mit zweieinhalb Jahren zu lang, um noch angehmen rückwärtsgewandt fahren zu können.

Die besten neuen Sitze in den einzelnen Kategorien:

- Bis maximal 105 Zentimeter (i-Size): Hier gewinnt der „Cybex Aton M i-Size mit Base M i-Size“ für 350 Euro mit einem „Gut“ (Note 1,6). Platz zwei belegt der „Cybex Aton M i-Size“ für 200 Euro (1,8) vor dem 450 Euro teuren „GB Vaya i-Size“ (2,3).

- Geburt bis maximal 13 Kilo: Hier hat der „Recaro Guardia mit Smart Click Base“ die Nase vorn (1,8) und kostet 370 Euro. Dahinter folgen der „Recaro Privia Evo mit Smart Click Base“ (1,8) für 330 Euro sowie der „Recaro Guardia“ (1,9) für 220 Euro. Alle drei sind „gut“.

- Geburt bis maximal 18 Kilo: Hier war nur der „Klippan Kiss 2 Plus“ für 500 Euro im Test, er schnitt „gut“ ab (2,5).

- 9 bis 36 Kilo: Der „Concord Vario XT-5“ für 370 Euro erweist sich als „befriedigend“ (3,0).

- 15 bis 36 Kilo: Der „Maxi-Cosi Rodi XP“ (1,9) für 140 Euro liegt vor dem „Maxi-Cosi Rodi XP Fix“ (2,1) für 150 Euro. Beide sind „gut“.

Infos zu den mangelhaften Sitzen

Im Internet über safety.recaro.rs.com oder unter der Telefonnummer 0800/68 63 560 können sich „Recaro Optia“-Kunden registrieren, um zu prüfen, ob ihr Sitz betroffen ist und um ein kostenloses Austauschmodell zu bekommen. Bis dahin rät Recaro: Eltern sollten den Sitz nur rückwärts nutzen. Über eine Registrierung mit dem Produktcode auf jane.es/frameweb/de/product-register gibt der Hersteller Jané Informationen über die kostenlose Reparatur. Alternativ lasse sich auch der QR-Code am Sitz scannen.

dpa/tmn

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