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Renault Laguna: Der Vorgänger des Glücksbringers

Gebrauchtwagen-Check Renault Laguna: Der Vorgänger des Glücksbringers

Viele Schwachpunkte: Der Renault Laguna kommt in den Bewertungen des Tüv nicht gut weg. Deshalb sollte man beim Kauf eines Gebrauchtwagens auf die Laguna-Generation achten.

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Vielfalt im Angebot: Neben Limousine und Kombi bot Renault den Laguna auch als Coupé an.

Quelle: Renault/dpa-tmn

Berlin. Ein richtiger Glücksbringer war er nicht, der Renault Laguna für viele seiner Fahrer. Vielleicht hätte der Hersteller sein Mittelklassemodell schon so nennen sollen wie den Nachfolger, der ihn 2015 ablöste: Talisman.

Der Tüv hat viel zu bemängeln an den beiden letztgebauten Laguna-Generationen. Wobei die jüngere Auflage bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) besser davonkommt.

„Gebrauchtkäufer sollten lieber Geld für aufwendige Reparaturen zurücklegen“, schreibt der „TÜV Report 2017“. Wobei es Abstufungen gibt: Die zweite Generation (Typ G) krankt an vielem. Kritische Werte bei Achsaufhängungen, Stoßdämpfern und Antriebswellen nennt der Report. Weit über dem Durchschnitt aller durchgecheckten Autos liegen auch die Mängelquoten der Beleuchtung und der Bremsscheiben.

Der jüngere Typ T macht insgesamt weniger Ärger, fällt ab einem Alter von sieben Jahren ebenfalls mit Fahrwerksmängeln an Federn, Dämpfern und Antriebswellen negativ auf. Lichtblicke sind immerhin die gute Rostvorsorge, gute Bremsleitungen und haltbare Abgasanlagen.

Weil die Zulassungszahlen so gering sind, taucht er auch nicht in der ADAC-Pannenstatistik auf. In der Statistik „würde er insgesamt eher im hinteren Mittelfeld Platz nehmen“, teilt der ADAC mit. Bei Autos von 2008 mussten die Pannenhelfer recht oft wegen Defekten an Anlassern und Kraftstoffpumpen ausrücken, bei Dieselversionen von 2011 streikten die Partikelfilter. Batterien machten bei Autos von 2007 und 2010 besonders häufig schlapp.

Die hier nicht betrachtete erste Generation des Laguna (Typ 56) kam 1994 als Nachfolger des Renault 21 auf den Markt. Nummer zwei (Typ G) folgte 2001, erhielt 2005 eine Modellpflege und wurde bis 2007 gebaut. Die dritte Generation debütierte im gleichen Jahr und stellte sich nicht nur als technisch zuverlässiger heraus, sondern bot auch eine neue Vielfalt beim Aufbau: Neben dem Kombi Grandtour und der Limousine wurde ein Coupé aufgelegt. Wer den GT bestellte, kam automatisch in den Genuss einer elektrischen Allradlenkung, die für sehr gutes Kurvenverhalten sorgte. Seit 2015 ist der Nachfolger Talisman im Verkauf.

Wer sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt nach einem Laguna umschaut, hat die Qual der Motorwahl: Benziner und Diesel gibt es in vielen Leistungsstufen. Erstere kommen ab der zweiten Generation je nach Baujahr und Ausführung auf 79 kW/107 PS bis 175 kW/238 PS im Coupé. Die Selbstzünder wurden mit 72 kW/98 PS aber auch 177 kW/241 PS angeboten. Alternative Antriebe dagegen wurden für den Laguna nicht vorgesehen. Einziger Exot unter der Haube war der von 2010 bis 2012 erhältliche E85-Motor mit 103 kW/140 PS, der mit bis zu 85-prozentigem Ethanol-Gemisch fahren kann.

Wer einen gebrauchten Laguna kaufen möchte, kann laut aktueller Schwacke-Liste, die Autos ab Baujahr 2006 führt, für wenigstens 1500 Euro zuschlagen. Dieser durchschnittliche Handelspreis wird für den Laguna 1.6 Expression mit 79 kW/107 PS als Fließheck genannt - bei einem Richtwert von 149 200 Kilometern Laufleistung. Wer die stärkste Ausführung sucht, muss beim Coupé 3.5 V6 24V GT mit 175 kW/238 PS mit 8450 Euro planen, wenn das Auto von 2008 ist (113 200 Kilometer). Ein jüngerer Grandtour-Diesel, etwa der dCi 180 FAP GT mit 131 kW/178 PS von 2013, wird mit 14 250 Euro gelistet (82 600 Kilometer).

dpa/tmn

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