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So gelingen längere Motorradtouren

Passende Maschine gut bepackt So gelingen längere Motorradtouren

Sommerzeit, Urlaubszeit! Auch die Saison für längere Motorradfahrten hat begonnen. Damit Touren zum perfekten Erlebnis wird, müssen Biker jedoch die richtige Maschine wählen - und die Beladung muss stimmen.

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Unterwegs zu zweit: Wer - wie hier auf einer Harley Davidson Ultra Limited - einen Sozius mitnimmt, braucht besonders große Zulademöglichkeiten.

Quelle: Benedict Campbell/harley Davidson/dpa-Tmn

München. Die Wetterprognose klingt günstig, das Wochenende naht, die Maschine steht vollgetankt vor der Tür. Was gibt es da für einen Motorradfahrer Schöneres, als sich auf die Sitzbank zu schwingen, den Helm aufzusetzen und auf eine längere Tour zu gehen?

„Für längere Touren mit Gepäck und gegebenenfalls Sozius eignen sich vorrangig Tourer, Sporttourer und Reiseenduros“, erläutert Ruprecht Müller vom ADAC. Aber auch Allrounder, Naked Bikes und Cruiser kämen infrage. Der Vorteil bei Reiseenduros liegt in der ergonomisch ermüdungsfreien Sitzposition, genug Platz und der Zulademöglichkeit. Außerdem haben Reiseenduros wegen ihrer längeren Federwege und größeren Vorderräder weniger Probleme mit schlechten Straßen.

„Wer viel Wert auf Komfort legt, setzt auf Griffheizung sowie höhere Windschilder“, sagt ADAC-Experte Müller. Kalte Finger verlangsamen die Reaktion, was zulasten der Sicherheit geht. Koffer können durch sogenannte Softbags ersetzt werden und Topcases durch Gepäckrollen.

„Softbags und Gepäckrollen haben den Vorteil, dass sie entsprechend dem akuten Platzbedarf angepasst werden können. Dadurch ist diese Packweise meist kompakter als bei Koffern und Topcases mit festem Volumen“, sagt Müller. Softbags seien aber oft nicht wasserdicht, Gepäckrollen schon. Rucksäcke, die der Fahrer die ganze Zeit tragen muss, können dagegen die Blutzirkulation in den Armen einschränken.

Matthias Haasper vom Institut für Zweiradsicherheit (ifz) rät zu einem Tankrucksack. Dort hinein gehören Dinge, die rasch zur Hand sein sollten, darunter Kartenmaterial, Wasserflasche, Snacks, Regenkombi, Fotoapparat und Smartphone. Die Seitenkoffer oder Satteltaschen eignen sich am besten für den Transport von Wäsche- und Kleidungsstücken. Auf der Gepäckbrücke schließlich landen Zelt, Schlafsack und Isomatte, verpackt in einer wasserdichten Gepäckrolle.

Beim Packen sollten Fahrer darauf achten, dass der Schwerpunkt tief bleibt. „Schwere Gepäckstücke sollten deshalb nach ganz unten in den Koffern oder Packtaschen“, sagt Haasper. Wichtig sei auch, dass die Lastverteilung auf die beiden Räder nicht zu stark verändert wird. „Sonst kann das Motorrad in der Lenkung zu schwimmen beginnen, was ein exaktes Manövrieren erschwert.“ Unter www.ifz.de und www.adac.de finden Fahrer umfangreiche Packlisten.

Vor längeren Touren sollten Motorradfahrer ihre Maschine durchprüfen und bei Verschleißteilen die zu erwartende Belastung einkalkulieren. „So kann ein Reifentausch während der Tour nötig werden, auch wenn vor Tourbeginn noch einiges an Puffer vorhanden ist“, sagt Haasper. Michael Lenzen vom Bundesverband der Motorradfahrer erinnert daran, Luftdruck und Fahrwerk an das höhere Gewicht anzupassen. Bei modernen Maschinen lässt sich manchmal der Dämpfer verstellen.

„Generell sollte das Gepäck nicht einfach auf dem Gepäckträger in die Höhe gestapelt werden, sondern möglichst gut verteilt werden“, sagt Lenzen. Auch sei darauf zu achten, dass Blinker und Bremslicht nicht verdeckt werden. „Wer noch nie mit zwei Personen und Gepäck unterwegs war, sollte vor der großen Urlaubstour einmal seine Hausstrecke in voller Beladung absolvieren“, rät Lenzen. Und unterwegs sollten Biker auf nicht zu lange Etappen achten - sonst leidet die Konzentration.

dpa/tmn

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