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Hilfsangebote bei Stromsperren

Wenn die Lichter ausgehen Hilfsangebote bei Stromsperren

Seit dem Start der Energiewende hat sich der Strompreis verdoppelt. Das erhöht den Druck auf finanzschwache Stromkunden. Denn wer nicht zahlt, wird oft nicht mehr beliefert. Doch so weit muss es nicht kommen.

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Wer seine Stromrechnung nicht bezahlt, muss mit damit rechnen, dass der Strom abgestellt wird. Stromsparen kann dies verhindern.

Quelle: Julian Stratenschulte

Düsseldorf. Mehr als 300 000 Menschen wird bundesweit jedes Jahr wegen nicht bezahlter Rechnungen der Strom abgestellt. Für Betroffene gibt es Hilfs- und Beratungsangebote.

Der bundesweite Stromsparcheck der Caritas und des Bundesverbands der Energie- und Klimaschutzagenturen unterstützt Hartz-IV- oder Wohngeldempfänger: Hier erfolgt eine Beratung, um den Strom- und Wasserverbrauch und damit die Rechnungen von vornherein zu drücken. Gerade arme Menschen nutzen oft veraltete Elektrogeräte, weil sie sich keine neuen leisten können. Betroffene können im Netz auf der Internetseite des Programms einen Stromsparcheck-Standort in ihrer Nähe finden.

Die Berater sind eigens geschulte Langzeitarbeitslose. Sie bringen ein Paket aus sparsamen LED-Lampen, Steckdosenleisten und wassersparenden Duschköpfen mit und helfen mit einem 100-Euro-Gutschein beim Austausch von Stromfressern wie Kühlschränken, wenn durch ein Neugerät mindestens 200 Kilowattstunden im Jahr eingespart werden. Bundesweit seien bereits rund 250 000 Haushalte gecheckt worden, sagt Sprecherin Nicola Buskotte. Die Energiekosten seien danach pro Haushalt um rund 150 Euro im Jahr gesunken.

Als bundesweit vorbildlich gilt außerdem das Modellprojekt „NRW bekämpft Energiearmut“. Anlaufstelle sind in Nordrhein-Westfalen 13 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale. Sie arbeiten mit finanzieller Unterstützung der örtlichen Versorger. Auch zu den Jobcentern und anderen Sozialleistungsträgern für Hartz-IV-Empfänger haben die Berater einen engen Draht. So wurde in gut 80 Prozent der Fälle eine Lösung gefunden - die Sperre in letzter Sekunde verhindert oder wieder aufgehoben. Betroffene in NRW können Termine in den verschiedenen Beratungsstellen vereinbaren.

dpa/tmn

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