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Schlaues Zuhause - Ausblick auf die Messe Light+Building

Frankfurt/Main Schlaues Zuhause - Ausblick auf die Messe Light+Building

Ein neues Haus ist oft ein High-Tech-Produkt: Wo sich bis vor einigen Jahren Licht und Rollläden nur mit Schaltern bedienen ließen, sind heute Smartphones und Tablets eingebunden. Das verändert die Industrie - zu sehen auf der Messe Light+Building in Frankfurt.

Frankfurt/Main. Der Hausbau verändert sich. Smarte Lösungen, die Rollläden, Licht, Türen und Elektrogeräte über Handys und Tablets steuern, sind immer verbreiteter. Darauf reagiert die Branche - nicht nur mit neuen Produkten, wie sich auf der Light+Building zeigen wird.

Die alle zwei Jahre stattfindende Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik in Frankfurt am Main beginnt wieder am Sonntag (13. März). Und hier erwartet Maria Hasselman, Leiterin des Brandmanagements der Messe, vor allem eine Vielzahl neuer Plattformen und Schnittstellen für die digitale Steuerung.

„Wir beobachten, dass sich im Moment auf der einen Seite sehr viele klassischen Anbieter zusammenschließen und sich über Standards austauchen“, berichtet Hasselman. „Und es gibt auf der anderen Seite Unternehmen wie Google oder Apple, die von der Anwenderseite kommen und die nun versuchen, auch in die Steuerung zu gehen.“

Das trifft den Nerv des Marktes: Bisher bieten zwar viele Unternehmen für ihre einzelnen Produkte digitale Steuerlösungen wie Apps ab. Aber jeder tut dies eben für sich alleine. „Man kann ein Fenster ansteuern, dazu braucht man ein System. Für den Rollladen braucht man auch ein eigenes System“, so Hasselman. Will man das miteinander verknüpfen, braucht man eine zentrale Steuerung.

Vor allem zwei Lösungen zeichnen sich hier für künftige Bauherren ab: Entweder sie stützen sich auf die smarten Produkte von Hersteller-Zusammenschlüssen, die nun über eine gemeinsame Technik verbunden sind. „Wir stellen fest, dass es gerade viele Initiativen gibt - Gruppen, die sich zusammentun“, sagt Hasselman. „Und wir glauben, dass das Ende noch nicht erreicht ist. Im Moment ist das sogar noch ein Stück weit Marktsondieren und Testen, wie es gehen könnte.“ Auf der anderen Seite sind es eben Basisangebote von klassischer Installationstechnik, auf die Hausbesitzer ihre Geräte selbstständig schalten und darüber vernetzen können.

Diese Netzwerke sind offen - das heißt, man kann im Grunde jedes Produkt eines jeden Herstellers aussuchen. Bekannt sind solche Anwendungen als „plug and play“ - anschließen und abspielen. Ähnlich wie USB-Sticks am Computer werden neue Produkte wie smarte Rollläden oder der vernetzte Backofen einfach an das System angeschlossen ohne weitere neue Installationen. Das klingt einfach - aber die Messeexpertin betont: „Ich glaube, da muss man aber schon ein sehr begeisterter Technikfan sein. Gerade wenn es komplexer wird, wird es schwierig werden, das zu Hause selbst zusammenzubasteln.“ Hier müssten Handwerker zur Unterstützung kommen.

Hasselman appelliert an Bauherren, sich schon bei der Planung eines Neubaus Gedanken zur Vernetzung zu machen. „Man darf dabei das Thema smart home nicht aus den Augen verlieren.“ Und sie definiert: „Wir sagen, ein Haus ist smart oder intelligent, wenn es Funktionalitäten hat, die ein Gebäude angenehm machen, die Komfort oder Sicherheit bieten und diese miteinander verknüpft sind.“

Wie also sollte man vorgehen? Sich informieren und gemeinsam mit dem Elektriker darauf achten, dass dieser entsprechende und ausreichende Infrastruktur anlegt. Das betrifft zum Beispiel eine große Anzahl von Steckdosen, Kabelkanälen und Leitungen - und zwar mit Blick über den aktuellen Bedarf hinaus auf künftige Entwicklungen der smarten Technik. Man stellt nämlich inzwischen fest, dass bereits gebauten Häusern oft solche Kapazitäten fehlen.

dpa/tmn

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