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Thermographie an kalten Wintertagen sinnvoll

Wärmelecks aufdecken Thermographie an kalten Wintertagen sinnvoll

Energielecks kann man erahnen, sie sind aber oft schwer auszumachen. Eine Methode ist die Thermographie, bei der mit einer Spezialkamera Fotos vom Haus gemacht werden. Umsetzen lässt sich das fast nur bei kalter Witterung - und mindestens 15 Grad Unterschied zu drinnen.

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Bei der Thermographie macht eine Spezialkamera die Wärmeabstrahlung von Oberflächen sichtbar. Warme und heiße Zonen eines Hauses werden in Gelb- und Rottönen wiedergegeben, kühle Stellen sind blau bis schwarz.

Quelle: Tobias Hase/dpa-Tmn

Frankfurt/Main. Thermographie deckt Wärmebrücken oder verdeckte Baumängel am Haus auf. Aufnahmen mit der Spezialkamera sind an kalten Tagen am besten möglich.

Um die Wärmeverluste des Gebäudes sicher zu erfassen, sollte der Temperaturunterschied vom beheizten Wohnraum zur Außenluft mindestens 15 Grad betragen. Auch sollte die Sonne nicht auf das Haus scheinen. Darauf weist die Hessische Energiespar-Aktion hin. Zudem sind trockene Witterung und wenig Wind wichtig.

Am besten seien Aufnahmen im Winter bis zum frühen Vormittag. Hausbesitzer sollten das Gebäude vor und für die Aufnahmen gleichmäßig beheizen, und sie müssen die Fenster mindestens eine Stunde vor und während der Thermographie geschlossen halten.

Thermographie ist eine Methode, um berührungs- und zerstörungsfrei die Wärmestrahlung eines Gebäudes zu beurteilen. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera wird die Wärmeabstrahlung verschiedener Oberflächen sichtbar gemacht. Die Intensität dieser Abstrahlung wird mit Hilfe einer Farb- und Temperaturskala sichtbar gemacht und eingeordnet - die Bilder sind daher bunt. So erscheinen in den Aufnahmen von der äußeren Gebäudehülle warme und heiße Zonen in Gelb- und Rottönen. Kühle Stellen sind blau bis schwarz.

Hausbesitzer sollten sich aber nicht von deutlichen Farbflächen täuschen lassen - allein die Farbigkeit der Aufnahme gebe keine Auskunft darüber, wie viel Wärme über das abgebildete Bauteil verloren geht oder wie hoch die erzielbare Energieeinsparung ist, betont Florian Voigt, Projektmanager der Hessischen Energiespar-Aktion. Die jeweilige Einstellung der Kamera können die Farbtöne kräftiger oder schwächer erscheinen lassen. Experten interpretieren die Bilder daher mit Blick auf die Temperaturskala und die Temperaturunterschiede zwischen den Bauteilen.

Außerdem gibt es Stellen, an denen sich normale thermische Phänomene abspielen. So finden sich meist unter Dachüberständen, in Fenster- und Türlaibungen oder Balkonloggien rötlich-gelbliche Stellen, da Energieverluste der Wand und des Fensterrahmens als Warmluft an der Fassade hochsteigen und sich an diesen Stellen aufstauen. Auch an gedämmten Fassaden kann es so farbige Streifen geben.

Umgekehrt erscheinen zum Beispiel Steildächer überwiegend blau im Thermogramm - auch wenn sie Wärme verlieren. Denn die Dacheindeckung ist von kalter Außenluft hinterströmt, erläutert die Aktion. Daher ist die Oberflächentemperatur des Dachs immer niedrig. Das gleiche Phänomen lässt sich bei vorgehängten Fassaden, die auch hinterlüftet sind, feststellen.

dpa/tmn

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