Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 3 ° stark bewölkt

Navigation:
Privates Handy am Arbeitsplatz nutzen - Was erlaubt ist

E-Mails oder SMS checken Privates Handy am Arbeitsplatz nutzen - Was erlaubt ist

Das Smartphone ist für viele ein ständiger Begleiter, so auch am Arbeitsplatz. Doch wer während der Arbeit zu viel damit beschäftigt ist, private Mitteilungen zu lesen oder zu verschicken, riskiert eine Kündigung.

Voriger Artikel
Wenn Hochschulen mit Firmen kooperieren
Nächster Artikel
Wie sich Digitalisierung auf Job-Zufriedenheit auswirkt

Arbeitnehmer, die einen Teil der Arbeitszeit damit verbringen, private E-Mails oder SMS zu checken, sollten vorab klären, ob der Chef damit einverstanden ist.

Quelle: Sebastian Kahnert

Köln. Hin und wieder einen Blick aufs Smartphone werfen: Fast jeder macht das bei der Arbeit. Doch Beschäftigte sollten wissen: „Die private Nutzung des Smartphones während der Arbeitszeit ist grundsätzlich verboten“, warnt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln.

Denn Arbeitszeit ist Arbeitszeit, dafür werde man vom Arbeitgeber bezahlt. Bevor sie zum Handy greifen, sollten Mitarbeiter deshalb mit dem Chef geklärt haben: Was ist in meinem Betrieb in Bezug auf das Smartphone erlaubt? Und gibt es eine klare Weisungslage vom Arbeitgeber?

Hat der Arbeitgeber die private Handynutzung während der Arbeitszeit ausdrücklich verboten und verstoßen Mitarbeiter dagegen, können sie dafür auch schon beim ersten Verstoß abgemahnt werden.

Häufig wird es jedoch so sein, dass es keine klare Weisungslage im Betrieb gibt. In diesem Fall dürfen Mitarbeiter davon ausgehen, dass sie bei einer sogenannten sozialadäquaten Nutzung des Smartphones während der Arbeitszeit erst einmal keinen Ärger bekommen.

Als sozialadäquat gilt zum Beispiel, einmal kurz seine SMS oder E-Mails zu checken. Doch auch hier ist klar: „Macht das jemand exzessiv und stundenlang, kann das auch beim ersten Mal eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung rechtfertigen“, erläutert Oberthür, die auch Mitglied in dem Geschäftsführenden Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins ist.

Die Handynutzung am Arbeitsplatz spielt aktuell eine Rolle im Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling in Bayern, bei dem zwölf Menschen ums Leben kamen. Dem angeklagten Fahrdienstleiter wird vorgeworfen, bis unmittelbar vor dem Zusammenstoß zweier Züge im Februar 2016 mit einem Fantasyspiel auf seinem Handy beschäftigt gewesen zu sein.

dpa/tmn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ausnahmefall
Freizeit ist Privatsache - wer sich am Strand sonnt, hat keine Kündigung zu fürchten. Schadet ein Verhalten in der Freizeit dem Arbeitgeber, ist dies jedoch anders.

Eigentlich geht es keinen Arbeitgeber etwas an, wie Mitarbeiter ihre Freizeit verbringen - das ist grundsätzlich Privatsache. In wenigen Fällen gilt dieser Grundsatz jedoch nicht. Es kann sogar zur Kündigung kommen.

mehr
Mehr aus Studium und Beruf
MV-jobs.de

Die Jobsuchmaschine MV-jobs.de bietet über 19.000 Stellenangebote und Jobs in und um die Hansestadt Rostock. Ob Ausbildung, Arbeitsplätze für Fachkräfte, Quereinsteiger oder Führungsposition - der MV-Jobmarkt bietet Stellenanzeigen für alle Qualifikationen. mehr

Hier finden Sie alles rund um die Themen Bauen, Wohnen und Leben. mehr

Tipps & Tricks für Ihren Alltag - In unserem Freizeitportal halten wir Sie mit aktuellen News - rundum die Themen Events, Lifestyle, Reisen und vielfältigen Tipps für die Küche - auf dem Laufenden. mehr