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Wie werde ich Mediengestalterin/Mediengestalter?

Die Macher der Kreativen Wie werde ich Mediengestalterin/Mediengestalter?

Von Webseiten über Apps bis hin zu Broschüren: Das alles fertigen Mediengestalter in Digital und Print an. Der Job ist für viele Jugendliche ein Traumberuf. Wohin der Weg geht, hängt nicht zuletzt von der Spezialisierung des Betriebs ab.

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Wer wie Marvin Hoffmann die Ausbildung zum Mediengestalter in Digital und Print macht, muss sich zwischen drei Fachrichtungen entscheiden: Gestaltung und Technik, Konzeption und Visualisierung oder Beratung und Planung.

Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert

Berlin. Sie gestalten Flyer, Kataloge, Broschüren, Grafiken, Webseiten: also fast alle Arten von Medienprodukten. Was sich kreativ anhört, ist in der Praxis vor allem Handwerk. Marvin Hoffmann erklärt es so: „Mediengestalter sind die Exekutive. Wir setzen Ideen und Entwürfe praktisch um.“

Hoffmann hat vor gut einem Jahr seine Ausbildung als Mediengestalter im Bereich Digital und Print abgeschlossen. Jetzt arbeitet er bei der Kommunikationsagentur A Vitamin in Berlin. Sein Arbeitsplatz ist sein Rechner. Dort setzt er mit spezieller Software Broschüren um, baut mit einem anderen Programm Grafiken oder bereitet sie auf.

„Kreativ sein muss man nur bedingt“, stellt Andreas Okroy klar. Vielmehr geht es darum, Aufträge präzise und den Vorgaben des Kunden entsprechend auszuführen, erläutert der Experte von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin.

Was Auszubildende während der dreijährigen Ausbildung lernen, hängt stark von der Fachrichtung ab. Rund 80 Prozent der angehenden Mediengestalter wählen, wie auch Marvin Hoffmann, die Fachrichtung Gestaltung und Technik, erklärt Melanie Erlewein vom Verband Druck und Medien Baden-Württemberg. 15 Prozent entscheiden sich für die Fachrichtung Konzeption und Visualisierung, nur 5 Prozent für Beratung und Planung.

Wer in den Fachbereich Beratung und Planung geht, sollte kommunikativ sein. Dort sind Mediengestalter vor allem im Kundenkontakt tätig, nehmen Kundenwünsche auf und setzen sie in Entwürfe und Projektplanungen um. In der Fachrichtung Konzeption und Visualisierung ist vor allem Thema, wie die Mitarbeiter aus Ideen marketingtaugliche Konzepte und Layouts entwickeln. In der Fachrichtung Gestaltung und Technik liegt der Schwerpunkt darauf, die Kundenvorgaben gestalterisch umzusetzen. Dabei dreht sich alles um die Technik.

Die Ausbildung ist rein schulisch oder dual möglich, in Schule und Betrieb. Während die Schulen in der Regel Geld kosten, erhalten Auszubildende im dualen System eine Vergütung. Die liegt in den westlichen Bundesländern laut Bundesinstitut für Berufsbildung im ersten Lehrjahr bei rund 852 Euro pro Monat (Ost: 808) und steigt im dritten Lehrjahr auf 970 Euro (Ost: 922).

Gut 3000 Azubis haben laut Bundesverband Druck und Medien 2015 eine duale Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print begonnen. Betriebe bilden zunehmend für den Eigenbedarf aus, beobachtet Okroy. „Bei guter Leistung ist die Chance zur Übernahme da.“ Der IHK-Fachmann sagt aber auch: Viele Mediengestalter machen sich nach der Ausbildung selbstständig, weil sie nicht gleich Arbeit finden.

Von der Wahl des Betriebs hängt ab, ob sich Azubis im Bereich Digital oder im Bereich Print spezialisieren. Im Bereich Print erstellen Mediengestalter Dateien für den Druck. Wer sich auf den Bereich Digitales fokussiert, baut dagegen vor allem Webseiten und Apps.

Marvin Hoffmann hat seine Ausbildung bei einem Verlagshaus gemacht und sich auf den Printbereich spezialisiert. Nach dem Abschluss hörte er da auf, ging auf Arbeitssuche und fand seinen Job in der Agentur. Während der Jobsuche merkte Hoffmann: Digital versierte Mediengestalter sind noch gefragter.

dpa/tmn

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