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Der allgegenwärtige Terror

Tatort-Blitzkritik: Sturm (Dortmund) Der allgegenwärtige Terror

Viele Fragen, keine Antworten, jede Menge Gewalt und nirgends Hoffnung in Sicht. Der fast in Echtzeit erzählte Tatort „Sturm“ aus Dortmund ist (leider) sehr nah dran an der Realität.

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Die Schauspieler Jörg Hartmann (v.l.) (Peter Faber), Anna Schudt (Martina Bönisch), Aylin Tezel (Nora Dalay) und Stefan Konarske (Daniel Kossik) bilden das Team des „Tatort“ Dortmund.

Quelle: Rolf Vennenbernd / Dpa

Dortmund. Eigentlich sollte der „Sturm“ bereits am 1. Januar über die Zuschauer hereinbrechen, doch wegen des Terror-Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt wurde die Ausstrahlung verschoben.

Leider gibt es derzeit fast täglich neue Gründe für eine weitere Verschiebung und man muss sich angesichts der allgegenwärtigen Terrorgefahr fragen, ob es eine gute Idee ist, mit einem Tatort die Angst vor Anschlägen weiter zu schüren. Ich persönlich hätte darauf gut verzichten können. Aber zumindest ist der fast in Echtzeit erzählte Fall (leider) sehr nah dran an der Realität.

Stimmig ist auch, dass die vier Ermittler diesmal jeder für sich allein agieren, denn ein wirkliches Team waren sie nie und am Ende ist sowieso nichts mehr so wie es war. Immerhin sorgen sich Faber, Bönisch, Kossik und Dalay bei ihren Alleingängen dann aber doch umeinander. Doch letztlich ist und bleibt jeder auf sich allein gestellt.

Kossik bezahlt die fehlende Teamarbeit vielleicht mit dem Leben. Ein spektakulärer Abgang für Stefan Konarske, der der Meinung ist, dass „man immer gehen soll, wenn es am schönsten ist“.

Doch schön ist an diesem Fall so rein gar nichts. Vor allem das brutale Ende ist harter Stoff für einen Osterfeiertag. Auch inhaltlich schwächelt der Sturm mitunter.

Würde man wirklich eine hochschwangere Frau derart unnötig in Lebensgefahr bringen? Ist es psychologisch ratsam, Gewaltverbrecher in Grund und Boden zu brüllen, wenn man nicht mehr weiter weiß? Wie schlüssig ist die Verbindung fanatischer Terroristen mit dem geldgierigen und enttäuschten Sohn?

Viele Fragen, keine Antworten, jede Menge Gewalt und nirgends Hoffnung in Sicht. Weia. Und wie soll es nun weiter gehen für das Dortmunder Team? Wir sind gespannt.

Grit Petersen

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