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Als der Mensch das Fliegen lernte

Anklam Als der Mensch das Fliegen lernte

Das Museum in Anklam zeigt den ersten Film eines Lilienthal-Flugs sowie Modelle des Erfinders

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Ottomar Anschütz (1846-1907) – bekannt für seine Momentaufnahmen – fotografierte Otto Lilienthal bei seinen Flugübungen.

Quelle: Fotos: Manuela Wilk

Anklam. Er gilt als Pionier auf dem Gebiet der Fliegerei: der Anklamer Otto Lilienthal (1848-1896). Zusammen mit seinem Bruder Gustav erfand er jedoch mehr als nur Flugapparate. Das Museum in Anklam hat den Geschwistern eine Ausstellung gewidmet. Von Modellen der ersten Flugzeuge, über eine Dampfmaschine bis hin zum Kinderspielzeug – die geschickten Konstrukteure waren fleißig.

Kontakt & Infos

Adresse:

Ellbogenstraße 1

17389 Anklam

Kontakt:

☎ 03971 / 245500

Eintritt: Erwachsene 4,50 Euro

Kinder (ab sechs Jahre) 3,50 Euro

Öffnungszeiten:

Täglich 10.00 bis 17.00 Uhr

• Internet:

www.lilienthal-museum.de

„Otto Lilienthal hat einen großen Beitrag für die Wissenschaft der Flugmechanik geleistet“, sagt Bernd Lukasch. Aber auch die Erfindungen von Bruder Gustav seien bedeutend. „Die heutigen Stabilbau-Kästen für Kinder gehen auf seine Ideen zurück. “, ergänzt der Museumsleiter. Die jungen Besucher können die Bausteine in Anklam auch ausprobieren.

An der Wand daneben hängt mit der rot-grünen Dampfmaschine das vermutlich wertvollste Stück der Sammlung. „Sie funktioniert auch noch“, verkündet Lukasch. Die Maschine wurde 1889 in Berlin gebaut.

Mit der Dampfkessel- und Maschinenfabrik verdienten die Brüder ihr Geld. „Wir haben das Ausstellungsstück Ende der 1990er Jahre von einem Sammler aus Australien erhalten“, sagt er.

600 Quadratmeter umfasst das Museum. In der großen, lichtdurchfluteten Halle hängen Rekonstruktionen der ersten Flugzeugen von der Decke, darunter der „Große Schlagflügelapparat“ von 1896, der „Derwitzer-Apparat“ und einige der sogenannten Normal-Apparate. Mit dem 1891 in Derwitz (Brandenburg) gebauten Modell überwand Lilienthal Distanzen von etwa 25 Metern. Das Flugzeug soll das erste sein, mit dem ein Mensch erfolgreich geflogen ist.

In der oberen Etage des Museums geht es um den Flieger und die Fotografie. Einer der bedeutendsten Lilienthal-Fotografen war Ottomar Anschütz (1846-1907). Er hat den Erfinder bei seinen Flugversuchen begleitet. Die Bilder sind Zeugnisse der technischen Entwicklung der Fotografie. Es war damals nicht einfach, bewegte Objekte abzubilden.

„Dann haben wir noch ein besonderes Stück – einen Film, der einen Flug Lilienthals zeigt. Und das, obwohl es zu seinen Lebzeiten noch keine Darstellung von Bewegtbildern gab“, sagt Lukasch.

Zu verdanken ist das einem Holländer, Johannes Hagebrink aus Amsterdam. Er hat viele Einzelbilder zusammengesetzt, sodass der Eindruck von Bewegung entsteht. „Wir kennen heute etwa 145 Fotos von Lilienthal bei seinen Flugversuchen. Die haben wir Hagebrink zur Verfügung gestellt.“ Die einzelnen Momentaufnahmen sind noch erkennbar, dennoch ist ein kurzer Film daraus entstanden.

Fotos der Lilienthal-Flüge sind außerdem in der Anklamer Nikolaikirche ausgestellt. „Leider sind nur noch die Abzüge erhalten. Die Negative wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört“, sagt Hans-Joachim Priebs vom Förderverein der Kirche. Die Mitglieder betreuen die Ausstellung im Gotteshaus.

Manuela Wilk

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