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Aus Amerika zurück in der Heimat

Rostock Aus Amerika zurück in der Heimat

Landesmeister Rick Timmermann trainiert täglich in Rostock / In den USA war er Sparringspartner des Davis-Cup-Teams

Rostock. . Mal gelassen, mal aggressiv spielt Rick Timmermann die Bälle über das Netz. Der junge Tennisspieler wirkt beim Training auf dem Gelände des Akademischen Rostocker Tennisclubs dennoch entspannt. Im Mai ist er Landesmeister geworden. Trainiert hat er schon mit den ganz Großen der Szene: mit Martina Hingis, der ehemaligen Weltranglisten-Ersten aus der Schweiz, mit dem Amerikaner James Blake (2006 die Nummer vier der Welt) oder mit der US-Open- und French-Open-Siegerin Samantha Stosur aus Australien. Auf die Profis traf der 22-Jährige während seiner Zeit an der Tennis-Akademie in Tampa, Florida.

 

OZ-Bild

Rick Timmermann trainiert auf dem Platz des Akademischen Rostocker Tennisclubs. Im Spiel ist er sowohl mit Vor- als auch Rückhand stark.

Quelle: Michaela Krohn

Es war jetzt einfach Zeit,

dass ich Landesmeister werde.“Rick Timmermann (22) aus Rostock

„Ich habe in den vergangenen Jahren den Titel des Landesmeisters immer knapp verpasst. Es war jetzt einfach Zeit“, sagt Timmermann. Wie stolz er auf seine Erfolge ist, die er bereits in den USA gefeiert hat, zeigt er ohne Scheu: „Ich habe schon Leute geschlagen, die in der Weltrangliste stehen – irgendwo zwischen Platz 800 und 1000“, sagt der Rostocker. Dass er die Namen seiner Kontrahenten schon wieder vergessen hat, darüber muss er schmunzeln. Kurz vor seiner Rückkehr nach Rostock hat er zudem in der College-Liga gesiegt.

Sein großes Ziel ist es, Punkte bei der ATP (Vereinigung professioneller Tennisspieler) zu sammeln. Dass er dafür aber viel trainieren muss, weiß auch sein Vater und Trainer Sven Timmermann: „Er muss daran arbeiten, die Leistung, die er bringen kann, auch kontinuierlich abzurufen.“ Er schätzt die Spielweise seines Sohnes gleichwohl als stark ein. „Er hat einen guten Aufschlag und eine aggressive Vorhand. Für die Gegner ist es schwierig, einen Rhythmus im Spiel mit Rick zu finden“, fügt er hinzu. Und: „Rick hat im vergangenen Jahr noch einmal einen Sprung gemacht. Wir haben den Schläger gewechselt, das war ein großer Gewinn für uns“, weiß Sven Timmermann. Dass sein Sohn leistungsmäßig so unglaublich zugelegt hat, sei gut. „Jetzt ist es wichtig, dranzubleiben.“

Schon als Jugendliche gewannen Rick Timmermann und seine Zwillingsschwester Linn erste Titel bei den Landesmeisterschaften. Bereits mit elf Jahren haben beide sechsmal in der Woche trainiert.

Zusammen waren sie auch auf der Akademie in den USA.

Rick Timmermann hat dort acht Jahre verbracht. Zunächst in Tampa, dann am College an der New York State University, anschließend in South Carolina. Möglich war dies durch Sportstipendien, die an amerikanischen Hochschulen vergeben werden.

Eine derartige Förderung würde sich Rick Timmermann auch für Deutschland wünschen. „So wie das System an den Hochschulen hier funktioniert, ist das aber nicht möglich. An den amerikanischen Unis und Colleges bezahlen die Studenten hohe Gebühren. Daher können sich die Hochschulen auch teure Sportteams und gute Trainer und Spieler leisten, die für sie antreten.“

Große Vorbilder hat das junge Tennistalent auch: den Schweizer Roger Federer und den Argentinier Juan Martin del Potro. „Es wäre ziemlich toll, mal gegen sie zu spielen“, sagt Timmermann. Der erste Schritt ist vielleicht die Tennis-Akademie in Florida gewesen. „Dort habe ich Bälle mit dem amerikanischen Davis-Cup-Team geschlagen. Es war schon cool, deren Sparrings-Partner zu sein“, erinnert sich der Rostocker.

Dort und bei vielen seiner Turniere musste er auch lernen, mit Niederlagen umzugehen. „Die gehören nunmal dazu. Aus dem Ärger über ein verlorenes Spiel kann man aber auch Kraft schöpfen“, betont der 22-Jährige. Er hat schon einige bittere Niederlagen erlebt. „Am nächsten Tag sieht die Welt auch wieder anders aus“, sagt er. „Daraus kann man auch neue Ziele und neue Pläne entwickeln“, fügt Vater Timmermann hinzu.

Sein Sohn trainiert täglich. Was die Zukunft bringt? Rick geht es entspannt an. Die Bälle, die sein Vater ihm beim Training zuspielt, schlägt er druckvoll zurück.

Zwei Titel an Neustrelitzer Senioren

Senioren-Landesmeisterschaften in Neustrelitz, Finals:

Herren 30: Björn Philipp (Neustrelitz) – Frank Griesbach (Neubrandenburg) 6:2, 6:2

Herren 50: Udo Kempke (Kühlungsborn) – Dirk Klevenow (Waren) 6:4, 6:7, 10:7

Herren 60: Bernd Klein (Schwerin) – Holger Wodtke (Greifswald) 6:0, 4:1 Aufgabe Wodtke

Herren 65: Ulrich Hagen (Stralsund) – Claus Schumann (BW Warnemünde) 6:0, 6:1

Damen 40: Susanne Harlos (Neustrelitz) – Renate Heusch-Lahl (BW Rostock) 5:7, 6:1, 11:9

Damen 50 (Vierergruppe): 1. Anette Oldekop (Parchim), 2. Petra Lemke (Stralsund), 3. Kathrin Schulz, 4. Kathrin Fischer (beide Greifswald)

Mixed: Yvonne Sperber/Thomas Marquardt – Elke Niendorf/Jan Ramthun (alle TC BW Rostock) 6:2, 6:4

Michaela Krohn

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