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Baggern und schmettern am Kühlungsborner Strand

Kühlungsborn Baggern und schmettern am Kühlungsborner Strand

Heute beginnt der Smart Super Cup / 32 Beachvolleyball-Teams aus Deutschland, Neuseeland, Argentinien und Kanada starten

Kühlungsborn. Im Ostseebad Kühlungsborn trifft ab heute die Elite des deutschen Beach-Volleyballs aufeinander. Es starten die zwölf besten Teams der deutschen Ranglisten der Männer und Frauen. Zusätzlich werden sogenannte Wild Cards vergeben. In diesem Jahr gastieren Teams aus Argentinien, Neuseeland und Kanada beim Super Cup. Zu den Favoriten zählen die amtierenden Deutschen Meister Marcus Böckermann (31) und Lars Flüggen (27). Nachdem das Duo im vergangenen Jahr bei der Smart-Beach-Tour in Kühlungsborn den dritten Platz erspielte, will es an diesem Wochenende ganz oben auf das Treppchen. Im OZ-Gespräch erklärt Lars Flüggen unter anderem, warum das Turnier für ihn etwas Besonderes ist und wer im Team tatsächlich den Hut auf hat.

Sind Sie abergläubisch?

Lars Flüggen: Nein, das konnte ich mir abgewöhnen. In der Jugend habe ich da vieles ausprobiert. Nach Siegen bin ich immer wieder den gleichen Weg zum Spielfeld gegangen oder habe die gleiche Hose angezogen. Aber wenn die dann nicht im Gepäck war, bin ich fast irre geworden.

Apropos Hose: Auf Ihrer Internetseite steht, dass Sie ein Fan der Freikörperkultur sind. Stimmt das?

Ich bin als Kind im Urlaub regelmäßig auf einem FKK-Zeltplatz gewesen. Inzwischen macht Marcus immer Witze, weil ich die Angewohnheit habe, nicht in der Sporthose zum Spielfeld zu gehen. Dann muss ich am Ort des Geschehens das Kleidungsstück wechseln. Das ist mir zum Beispiel bei einem Wettkampf auf einem Center-Court im Iran passiert. Da herrscht ja eine ganz strenge Kleiderordnung, deswegen hatte Marcus ein bisschen Angst um uns. Zum Glück hat keiner die Aktion mitbekommen.

Wer hat bei Ihnen den Hut auf?

Ich natürlich (Flüggen lacht und deutet auf seine charakteristische Kopfbedeckung). Spaß beiseite: Ich glaube, dass es eine Stärke von uns ist, über taktische Dinge und Befindlichkeiten offen kommunizieren zu können. Da hat keiner Angst, etwas nicht sagen zu dürfen oder dass es falsch ankommt.

Was ist das Besondere am Wettstreit in Kühlungsborn?

Es ist ein Strandturnier. Das ist immer sehr schön. Viele Wettkämpfe finden inzwischen in Städten statt. Da herrscht ein ganz anderes Flair. Der Strand, zahlreiche Leute haben Urlaub – da kommt einfach ein gutes Feeling auf. Solche Turniere sind wirklich selten in Deutschland. Zudem kennen wir viele der Teams, die hier antreten, seit mindestens zehn Jahren. Es ist schön, sich mit denen zu messen.

Wie stark ist die Konkurrenz bei diesem Aufeinandertreffen?

Auf nationaler Ebene sehen wir uns als Top-Team und haben ganz klar den Anspruch, zu gewinnen. Nichtsdestotrotz ist die Breite im Teilnehmerfeld groß, die können alle gutes Beach-Volleyball spielen.

Das ist für uns auch immer eine gute Vorbereitung für die internationalen Vergleiche. Fest steht: Es wird ganz sicher kein Sieg im Vorbeigehen.

Ende Juli stehen die Weltmeisterschaft in Wien an. Wie stehen da Ihre Chancen?

Das ist ein bisschen kompliziert bei uns. Wir sind durch Verletzungen nicht so gut in Tritt gekommen. Deshalb kann ich das nur schwer einschätzen. Aber wenn wir die nächsten Wochen gut trainieren, bin ich der Meinung, dass wir jeden schlagen können. Auch wenn es auf diesem Niveau schwer ist.

Was verbinden Sie mit Mecklenburg-Vorpommern?

Ich habe als Kind immer an der Nordsee Urlaub gemacht. Bislang waren es nur die Turniere in Binz auf Rügen und Kühlungsborn, die mich in den Nordosten geführt haben. Die Erinnerungen daran sind aber prima, zumal wir in Binz auch gewinnen konnten.

Können Sie während des Turniers auch den Ort Kühlungsborn erkunden?

Bei einem deutschen Tour-Event kommt man leider überhaupt nicht dazu. Die sind zeitlich sehr straff getaktet. Wir kommen Freitagabend an, Samstag haben wir mindestens drei Spiele. Ich bin schon froh, wenn ich mich zwischendurch kurz ausruhen kann. Sonntag stehen auch noch zwei bis drei Begegnungen an, und dann wartet die die Rückfahrt nach Hamburg.

Wie zufrieden sind Sie mit der Organisation?

Wir brauchen uns hier um nichts zu kümmern. Ich fände es aber besser, wenn das Turnier etwas länger ginge und dafür weniger Spiele pro Tag zu bestreiten wären.

Interview von Tobias Bruns

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