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Hereinspaziert zur Travestie-Revue in Grimmen!

Grimmen Hereinspaziert zur Travestie-Revue in Grimmen!

„Maria Crohn“ und ihre Gäste unterhalten das Publikum am Wochenende mit Gesang, Tanz und komödiantischen Showeinlagen

Grimmen. Mit blonder Turmfrisur, schillerndem Paillettenkleid und opulentem Make-up steht „Maria Crohn“ auf der Bühne. Am 10. September tritt die Künstlerin im Grimmener Kulturhaus „Treffpunkt Europas“ auf. Maria Crohn heißt im bürgerlichen Leben Michael Koch und ist Travestiekünstler aus den Niederlanden.

Vor 26 Jahren beginnt alles eher zufällig. Der damals 16-jährige Michael begleitet eine Freundin zu einer Travestie-Show. „Richtig Lust hatte ich nicht dazu“, erinnert er sich. Als einer der wenigen männlichen Gäste wird er prompt auf die Bühne geholt. „Das muss bei unserem Auftritt in Grimmen kein Gast befürchten. Wir holen niemanden nach vorn“, betont er.

Trotz der unfreiwilligen Bühnenerfahrung fängt der Jugendliche an, sich für das Thema zu interessieren. Travestie ist eine Form der künstlerischen Darbietung. Dabei wird das andere Geschlecht oftmals parodiert. Koch tritt bei Familienfeiern auf, verdient sich als Schüler etwas dazu.

„Ich hatte nie geplant, das hauptberuflich zu machen“, sagt der gelernte Erzieher. Doch es kommt anders. Der heute 42-Jährige absolviert eine mehrjährige Gesangs- und Schauspielausbildung, lernt von älteren Kollegen. Aktuell gibt er 120 Vorstellungen jährlich.

Für seine Verwandlung in „Maria Crohn“ benötigt der Künstler zwei Stunden. Am aufwendigsten ist das Make-up. „Das Gesicht wird komplett abgedeckt, denn die Augenbrauen und Wangenknochen müssen optisch höher sitzen.“ Auffällig sind auch die Kostüme – alles muss glitzern. „Die können locker mal zehn bis 15 Kilogramm wiegen und sind nicht immer so bequem“, sagt Koch und lacht.

Die von ihm verkörperte „Maria Crohn“ ist eine Rampensau. Sie steht gern auf der Bühne und im Mittelpunkt. Ihr Name entstand aus einer Sektlaune heraus. „Maria Crohn und Michael Koch sind komplett unterschiedlich. Ich mag es eher ruhig und gemütlich“, erklärt der mittlerweile in Deutschland wohnende Künstler.

Zusammen mit den niedersächsischen Kolleginnen „Tatjana Taft“ und „Leslie London“ zeigt er beim „Festival der Travestie“ eine Mischung aus Stand-up-Comedy, Parodien sowie Gesang und Tanz. Dabei werden bekannte Melodien, wie „Warum hast du nicht nein gesagt“ von Roland Kaiser und Maite Kelly, neu interpretiert. „Da klatscht das Publikum mit und das Eis ist schnell gebrochen.“

Der Entertainer hat ein Lieblingsstück: „Ich parodiere Sissi, die frühere Kaiserin Österreichs, und verwende die originalen Filmzitate.“ Einen Großteil der Lieder singen die Künstler live.

Nach zweieinhalb Stunden ist das Spektakel vorüber. „Wenn das Publikum lacht und den Alltag vergessen konnte, bin ich zufrieden.“

Manuela Wilk

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