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Hiddenseer Nord-Tour

Hiddenseer Nord-Tour

Per Rad und zu Fuß geht es auf geschichtsträchtigen Wegen von der Inselhauptstadt Vitte aus zur Nordspitze des „Süßen Ländchens“ / Dabei lohnt ein Abstecher ins Hochland der Insel

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Ein Tour-Stopp am „Karusel“, es befindet sich am Ortsausgang von Vitte Richtung Kloster, sollte unbedingt eingeplant werden. Das einstige Sommerhaus des dänischen Stummfilmstars Asta Nielsen ist heute ein Museum.

Quelle: Fotos: Volker Penne (5)/klaus Amberger

Hiddensee Die kleine Schwester Rügens – die Insel Hiddensee – ist für private Kraftfahrzeuge gesperrt. Wer nicht mit Kutsche oder Inselbus chauffiert werden möchte, geht zu Fuß oder steigt aufs Rad. In den Verleihstationen stehen Tausende Räder bereit, auch Hotels, Pensionen und die 988 Einwohner setzen auf dieses Fortbewegungsmittel. Von Vitte aus geht es in den Insel-Norden per Rad und zu Fuß. Die Wege sind meist befestigt und exzellent ausgeschildert.

AUF TOUR

mit

Volker

Penne

Vitte

Der Start erfolgt am Süderende in Vitte. Mehrere Fahrradverleiher befinden sich hier in Rufweite. Vom Zentrum der „Inselhauptstadt“, die 481 Einwohner zählt, geht es Richtung Norden nach Kloster. Am Ortsausgang liegt auf der linken Seite am Norderende das Nationalparkhaus Hiddensee. Auf der rechten Seite taucht das blau-weiß leuchtende „Karusel“ – die dänische Bezeichnung für Karussell – auf.

Den Rundbau nutzte der dänische Stummfilmstar Asta Nielsen (1881-1972) von 1929 bis 1936 als Sommerhaus. Heute dient es als Museum. Mittwochs erfolgen Trauungen im einstigen Schlafzimmer der Diva.

„2015 waren es 88“, sagt die Mitarbeiterin der Kurverwaltung Astrid Thürke.

Kloster

Wenige Hundert Meter geht es zurück und dann nach rechts auf die gepflasterte Straße nach Kloster. Links verläuft der Deich mit Strandzugängen, rechts erstrecken sich Wiesen und Weiden. Dahinter liegt der Hafen des kulturellen Zentrums der Insel. Dem Weg geradeaus folgen.

Nach zwei Kilometern ist das Heimatmuseum erreicht. Die Ausstellung in der ehemaligen, 1888 entstandenen Seenotrettungsstation zeigt unter anderem eine Nachbildung des „Hiddenseer Goldschmucks“. Die Wikingerarbeit stammt aus dem 10. Jahrhundert. Erste Teile wurden 1872 auf der Insel gefunden. Aktuell ist die Exposition „Die Lietzenburg zwischen Traum und Wirklichkeit“ zu sehen. Sie beleuchtet die Historie dieser Villa, die vom Stettiner Maler Oscar Kruse (1847-1919) auf einer Anhöhe von Kloster erbaut wurde.

Vom Heimatmuseum nach links. Es empfiehlt sich, das Rad über den Kirchweg durch Kloster zu schieben. Denn hier lohnen zumindest zwei Stopps.

Auf der linken Seite befindet sich das Sommerhaus des Literatur-Nobelpreisträgers Gerhart-Hauptmann (1862-1942). Es wird durch den modernen Literaturpavillon ergänzt, der als Eingangsbereich dient.

Einige Gehminuten weiter folgt auf der linken Seite die 1332 geweihte Inselkirche. „Der ursprüngliche Bau fällt zusammen mit den Anfängen des einstigen Zisterzienserklosters“, erklärt Insel-Archivarin Jana Leistner. Umrahmt wird das älteste Gebäude Hiddensees vom Inselfriedhof. Hier befindet sich beispielsweise das Grab des Dramatikers Hauptmann.

Grieben

Auf der Promenade von Kloster weiter, bis die erste größere Wegkreuzung – gekennzeichnet durch eine große Seeboje – erreicht ist. Hier dem leicht ansteigenden Pflasterweg geradeaus nach Grieben folgen. Der mit 48 Einwohnern kleinste und älteste Ort des Eilandes – 1297 erstmals urkundlich erwähnt – ist nach 1,3 Kilometern erreicht.

Wer sich stärken will, kann dies zum Beispiel im „Alten Gasthaus Zum Enddorn“ tun.Chef Martin Müller (69) kocht in der urig eingerichteten, ältesten Fischerkneipe der Insel selbst. Der frühere Seemann setzt auf Fisch, „der um die Insel schwimmt“. Hecht ist dabei sein Favorit.

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Kontakt & Infos

Strecke

Die Tour von Vitte zur Nordspitze der Insel ist rund zwölf Kilometer lang. Bei einem Abstecher zum Leuchtturm Dornbusch per Rad und zu Fuß kommen rund drei Kilometer hinzu. Die empfohlene Strecke ist überwiegend gepflastert, es gibt auch Abschnitte mit Betonplatten, betonierte Fahrspuren und Sandwege. Die Strecke können auch

Ungeübte gut bewältigen.

Hier gibt’s Fahrräder & E-Bikes

Auf der „Fahrradinsel“ bieten die Verleiher mehrere Tausend Drahtesel an. Allein in Vitte gibt es sieben Stationen. Trotzdem sollten Tagesgäste in der Hauptsaison eine telefonische Bestellung vornehmen, da um die Mittagszeit mitunter kein Rad mehr verfügbar ist. Ein Rad kostet pro Tag zwischen 6 und 7 Euro, ein E-Bike 20 Euro.

Auswahl:

Süderende 6, Christian Kula

18565 Vitte

☎ 03 83 00 / 4 72;

Süderende 1, Niels Löwe

18565 Vitte

☎ 01 51 / 50433808;

Süderende 4, Maik Hambach

18565 Vitte

☎ 01 52 / 27 52 10 24;

Wallweg 3, Ludwig Müller

18565 Vitte

☎ 03 83 00 / 464;

Achtern Diek 26, Gabi Gebauer

18565 Vitte

☎ 0179 / 1119406

Tourist Information Hiddensee

Achtern Diek 18a

18565 Vitte

☎ 03 83 00 / 60 86 85

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag

9.00 bis 17.30 Uhr

Samstag und Sonntag

9.30 bis 15.30 Uhr

• Internet:

www.seebad-hiddensee.de

Fährverbindungen

nach Hiddensee

ab Rügen – von Schaprode, Wiek und Dranske

ab Stralsund, ab Zingst und

ab Barth

Internet:

www.reederei-hiddensee.de

OZ

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