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Hier sind Pyro-Profis am Start

Binz/Boltenhagen Hier sind Pyro-Profis am Start

Mario Böttcher und Thomas Böhme schießen beim Seebrückenfest in Binz auf Rügen 3200 Raketen ab / In Boltenhagen bei Grevesmühlen gibt Walter Tietze sein Abschlussfeuerwerk

Binz/Boltenhagen. Glitzer, Glanz und Getöse: Um das Publikum zu verblüffen, ziehen die Pyrotechniker Mario Böttcher und Thomas Böhme alle Register. „Auf das Zusammenspiel von Farben, Effekten und den Knall kommt es an“, weiß Böttcher. „Fehlt eines dieser Elemente, geht die Faszination am Feuerwerk verloren“, meint er.

Die Rügener sind Profis. Seit 2006 bieten die Inhaber von „Rügenpyro“ Höhenfeuerwerke für Veranstaltungen und private Feiern an. Die Vorbereitungen für eines ihrer größten Events läuft seit Wochen auf Hochtouren: das Seebrückenfest in Binz. Es findet von morgen bis Sonntag statt und wird am Samstag durch das Höhenfeuerwerk gekrönt.

„3200 Raketen werden wir bis zu 180 Meter hoch in den Himmel über der Ostsee schießen“, erklärt der 49-jährige Böttcher. Wasserfalleffekte, Goldregen, Glitzer-Blumen und Blinkbomben werden dabei eine Rolle spielen. „Wir verlegen bis zu einem Kilometer Kabel, um die Raketen auch vom Wasser aus zünden zu können“, ergänzt der Fachmann.

Die Insulaner sind nach eigenen Angaben neben den Pyrotechnikern der Störtebeker-Festspiele in Ralswiek die einzigen Feuerwerker der Insel. Vor zehn Jahren entschieden sie sich dazu, ihr Angebot neben Lasershows zu erweitern. Die Feuerwerker-Qualifikation erwarb das Duo in Bayern und Berlin.

Die Choreografie der Schwarzpulvergeschosse denken sich die Pyrotechniker immer neu aus. „Es dauert etwa drei Wochen, um eine Show am Computer zu entwerfen“, erklärt der Binzer und fügt hinzu: „Die Raketen sollten nicht auf eine Höhe geschossen werden. Wenn man in Etagen arbeitet, entstehen schönere Bilder.“ Kreativität ist gefragt. Überraschungen und neue Kniffe – zum Beispiel Feuertöpfe auf dem Wasser – sollen in diesem Jahr die Besucher des Festes überzeugen.

Das möchte auch Walter Tietze. Der erfahrene Feuerwerker begleitet seit acht Jahren das Seebrückenfest in Boltenhagen bei Grevesmühlen, das heute startet. Tietzes Höhenfeuerwerk am Sonnabend soll der Höhepunkt des viertägigen Spektakels werden.

„Ich bin ein großer Fan des Ostseebades“, sagt der 60-Jährige von der Firma „Feuerwerke ohne Grenzen“ aus Bottrop (Nordrhein-Westfalen). „Die Shows habe ich hier mit sehr viel Herzblut vorbereitet, deswegen möchte ich in diesem Jahr hier auch mein letztes professionelles Feuerwerk abschießen.“ Dafür plündert er seine private Schatzkammer. Die Besucher dürfen sich auf seltene Knallkörper aus China freuen, die der Experte über die Jahre gesammelt hat. Es kommen etwa 650 Großfeuerwerksbomben zum Einsatz. „Zudem werden etwa 1700 Effekte aus Feuerwerksbatterien zu Filmmusik abgefeuert“, verspricht Tietze.

Ann-Christin Schneider

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